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Öko-Test: Gleitgele mit Paraffinen & Schadstoffen belastet

Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" untersuchte 20 Gleitmittel. Die Ergebnisse zeigen, dass manche Gleitgele sogar Paraffine oder Gefahrenstoffe enthalten.

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Öko-Test Gleigel
Dean Mitchell / iStock

Damit es im Bett richtig zur Sache geht, muss manchmal eine Tube Gleitgel her. Besonders Frauen, die unter Scheidentrockenheit leiden, profitieren von diesem Sex-Helfer. Doch wie das Verbrauchermagazin Öko-Test nun zeigt, ist nicht jedes Gleitmittel schadstoff- und parfümfrei. Wir klären dich über die Testergebnisse auf!

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Paraffine & Gefahrenstoffe in Gleitmittel entdeckt

Öko-Test untersuchte 20 Gleitmittel auf Wasser-, Fett- und Silikonbasis. 3/4 der getesteten Produkte wurden mit "sehr gut" oder "gut" bewertet, drei Gleitmittel fielen mit "mangelhaft" durch. In einem Gel steckte Polyhexanid (PHMB), welches in der EU als Gefahrstoff eingestuft wird. In Medizinprodukten (wie dem getesteten Gel) darf es jedoch verwendet werden. Öko-Test betont jedoch, dass es gesündere und natürlichere Alternativen dazu gibt.

In vier Gleitgelen wurden PEG/PEG-Derivate gefunden. Sie können die Haut für Fremdstoffe durchlässiger machen. In einem anderen Produkt wurden statt natürlicher Öle hauptsächlich  Paraffine eingesetzt. Produkte, die Paraffine enthalten, weisen meist auch aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) auf. Diese gelten als krebsverdächtig.

Einige Gleitgele setzen auch Silikon ein, um das Produkt noch "schmierfähiger" zu machen. Dies eignet sich besonders für einen längeren Gebrauch oder Analverkehr. Das Verbrauchermagazin sieht diesen Inhaltsstoff kritisch, da er das Gleichgewicht der Haut stören kann.

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Darauf solltest du beim Gleitgel-Kauf achten

  • Für einen unbeschwerten Spaß beim Sex empfehlen die Experten von Öko-Test auf wasserbasierte Gleitgele zurückzugreifen. Silikon- und fetthaltige Mittel sind Spezialprodukte, die du nur in Ausnahmen einsetzen solltest.
  • Wässrige Gleitgele stehen aber unter Verdacht, dass sie bei ungeschütztem Analverkehr die Infektionsgefahr mit HIV erhöhen können. Deshalb rät das Verbrauchermagazin, bei Analsex dringend kondomsichere Gleitmittel zusammen mit Präservativen zu verwenden.

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