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#StopHateforProfit: So protestierten Prominente gegen Hass im Netz

24 Stunden lang ließen Hollywood-Stars ihre Social-Media-Konten ruhen. So wollten sie gegen Hass im Netz protestieren. Facebook büßte dafür einige Millionen Dollar Werbeeinnahmen ein.

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#StopHateForProfit
kimkardashian / instagram

Cyber-Mobbing ist in den Sozialen Medien kein unbekanntes Phänomen. Prominente setzten sich nun gegen Hassbotschaften ein und verzichteten dafür auf Facebook, Instagram & Co.

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Promis setzten sich gegen Hasspostings ein

24 Stunden lang verzichteten Prominente auf ihre Konten auf Facebook und Instagram. Mit deiser Prostaktion wollten sie sich gegen Hassbotschaften aussprechen. Reality-Star Kim Kardashian, Schauspieler Leaonardo DiCaprio sowie seine Kollegin Jennifer Lawrence und viele weitere Promis folgen dem Aufruf  von Bürgerrechtsorganisationen unter dem Hashtag  #StopHateforProfit ("Stoppt Hass für Profit").

"Ich liebe es, dass ich mich mit euch über Instagram und Facebook direkt verbinden kann. Aber ich kann nicht zuschauen und still bleiben, während diese Plattformen es weiter zulassen, dass Hass, Propaganda und Falschinformation verbreitet werden", schrieb Kardashian in einem Instagram-Post. Sie unterstellte den Onlinediensten, dass erst gehandelt wird, wenn eine Person stirbt. Fake News auf Social Media hätten zudem "ernste Konsequenzen auf unsere Wahlen und untergraben unsere Demokratie", meinte Kardashian, die auch ihre Fans zum Boykott aufrief. Mittlerweile hat sie den Post jedoch wieder gelöscht und postet wieder Selfies & Co.

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Profit ist wichtiger als Wohlergehen der User

Die Schauspieler Leonardo DiCaprio, Jennifer Lawrence, Sacha Baron Cohen, Ashton Kutcher und Sängerin Katy Perry kehrten Facebook ebenfalls den Rücken zu. "Facebook ignoriert Hass und Falschinformation auf seiner Seite. Das ist kein 'Betriebsfehler'. Das ist eine bewusste Entscheidung, Profite über Menschen und Demokratie zu stellen", schrieb die "Hunger Games"-Darstellerin auf Twitter.

Facebook möchte nun mehr mit den Bürgerrechtsgruppen zusammenarbeiten, um Methoden gegen die Hassbotschaften auf der Plattform einzurichten. Jedoch gab es laut den Angaben der Bürgerrechtsgruppen nur wenig Engagement von Facebook. Die Organisatoren der Kampagne werfen Facebook vor, nicht genug gegen Hass und Falschinformationen vorzugehen.

  • Der Grund: Die Plattform stellt den Profit von Werbeanzeigen über das Wohlergehen ihrer User. Allein im letzten Jahr verzeichnete Facebook Werbeeinnahmen im Wert von 70 Milliarden Dollar (rund 59. Milliarden Euro).
  • Bereits Ende Juni hatten 90 große Unternehmen aus Protest gegen den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren und Falschinformationen einen Werbeboykott für 30 Tage angeschlossen. Dies kostete nicht nur dem Unternehmen, sondern auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg einige Millionen Dollar an Profit.
  • Facebook hat nun beschlossen, ab sieben Tage vor der US-Präsidentschaftswahl keine neuen politischen Anzeichen mehr von Unternehmen anzunehmen und zu schalten. So möchte man vermeiden, dass die Plattform durch die Wahl beeinträchtigt wird.

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