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Sängerin Demi Lovato klagt: "Gender-Enthüllungsparties sind transphob"

Junge oder Mädchen? Bei Gender-Enthüllungsparties gibt es kein entweder oder. Für die Sängerin Demi Lovato liegt genau hier das Problem.

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ddlovato / Instagram

Bei Gender-Enthüllungsparties laden die werdenden Eltern gleich mal Tante und Onkel, Oma und Opa und alle Freunde aus der Nachbarschaft ein. Schließlich muss doch jeder das Geschlecht des neuen Familienzuwachses erfahren. Demi Lovato äußert sich in einem Instagram-Post eher kritisch gegenüber den typisch amerikanischen Gender-Reveal-Parties. Laut der Sängerin ist es wichtig zu erkennen, dass es weit mehr als nur eine binäre Geschlechterverteilung gibt.

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Gender-Enthüllungsparties: Junge, Mädchen, oder…?

Mit blauem Konfetti überhäuft oder von pinken Luftballons überrascht – allein die Farbgebung lässt deuten, dass die eigenen Kinder nur in eine Schublade gesteckt werden können. Pink, wenn es ein Mädchen wird, und blau für einen Jungen. In den USA ist es bereits zu einer Tradition geworden, rauschende Gender-Reveal-Parties zu schmeißen. Doch in ihrem Instagram-Repost unterstützt der ehemalige Disney-Star die Worte von Alok Vaid-Menon und erläutert die problematischen Punkte solcher Partys:

  • Sie sind transphob, aber nicht, weil Vorurteile gegenüber einzelnen Trans-Menschen im Vordergrund stehen. Es geht dabei auch um "[…] eine Denkweise, die Nicht-Trans-Menschen als natürlicher/organischer versteht, und alle anderen auslöscht", heißt es im Beitrag.
  • Dieses Grundverständnis wird aus den Zeilen des Autors abgeleitet, der in seinem Buch "Beyond the gender binary" der Idee nachgeht, dass nur Einzelpersonen ihr Geschlecht identifizieren können und kein anderer Mensch dies an ihrer Stelle machen kann.

Der Repost hat seither viele ihrer Fans zum Nachdenken gebracht, aber auch einige aufgebrachte Kommentare hervorgerufen, die die Verbindung von Enthüllungsparties und Transphobie nicht ganz nachvollziehen können.

 

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Was kann man tun?

Den auch hierzulande immer beliebter werdenden Brauch der Gender-Reveal-Parties kann man niemanden zwingend wegnehmen. Das nur ein Cisgender existieren kann, ist aber ein überholter Gedanke, der ebenfalls beachtet werden muss. Es geht letzten Endes nicht um politische Korrektheit, sondern um die Tatsache, dass ein Mädchen nicht immer gleich Mädchen ist und genauso rum bei Jungen. Model Emily Ratajkowski macht es vor und nimmt sich fest vor, ihr neugeborenes Kind geschlechtsneutral aufzuziehen.

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