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Studie: 75% der Supermarkt-Mitarbeiter mit Corona zeigen keine Symptome

Wissenschafter entdeckten, dass die Mehrheit der Mitarbeiter in einem Lebensmittelgeschäft in Boston corona-positiv waren. Sie zeigten keine Symptome, was vor allem für die Kundschaft und die gesunden Kollegen das Infektionsrisiko steigert.

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Studie Corona Supermarkt keine Symptome
Smederevac / iStock

Eine neue Studie zeigt, dass einer von fünf Angestellten in Lebensmittelgeschäften positiv auf COVID-19 getestet wurde. Zudem wiesen die meisten der Probanden keine Symptome auf. Das könnte vor allem für die Kunden und die anderen Mitarbeiter gefährlich sein.

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91% der Infizierten haben regelmäßigen Kundenkontakt

Ein Forscherteam aus den USA und Taiwan hat herausgefunden, dass Mitarbeiter im Handel ein fünfmal höheres Corona-Risiko als andere Berufsgruppen aufweisen.

  • Von den 104 Arbeitnehmern, die in einem Bostoner Lebensmittelgeschäft untersucht wurden, hatten 20 einen positiven Coronavirus-Test. Von dieser Gruppe waren 76% asymptomatisch.
  • Vor der Untersuchung der Probanden mussten diese einen Fragebogen über ihren Lebensstil, ihre Krankengeschichte, ihren beruflichen Werdegang und ihre Arbeit im Geschäft ausfüllen.
  • Aus diesen Informationen ging hervor, dass 91% der corona-positiven Angestellten in ihrer Position regelmäßigen Kundenkontakt haben.

"Dies ist die erste Studie, die die signifikante asymptomatische Infektionsrate, das Ansteckungsrisiko und die damit verbundene psychische Belastung von Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel nachweist", so die Forscher in einer Presseaussendung. "Wenn die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel einmal mit SARS-CoV-2 infiziert sind, können sie zu einer bedeutenden Übertragungsquelle für die Kundschaft werden, die sie bedienen."

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Depressive Mitarbeiter fahren häufiger mit Öffis

  • Von den 99 Arbeitnehmern gaben 24 im Fragebogen an, zumindest leichte Angstzustände zu haben. Fast die Hälfte (46%) sei nicht in der Lage, genügend Abstand zu halten.
  • Die Studienergebnisse zeigen, dass acht Probanden an leichten Depressionen litten. Zudem halten sie sich weniger an Social Distancing und fahren häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln als nicht depressive Arbeitnehmer.
  • Beschäftigte, die mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit pendeln, haben ein 90% geringeres Risiko, an Depressionen zu erkranken!

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