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Studie enthüllt: Empathische Menschen halten sich eher an Corona-Maßnahmen

Eine neue Untersuchung zeigt, dass sich empathische Menschen eher an die Corona-Maßnahmen halten. Laut den Forschern helfen vor allem Geschichten von Betroffenen, an das Mitgefühl jedes Einzelnen zu appellieren!

Corona Studie Empathie
ajr_images / iStock

Die Regierung setzt mit einer Maskenpflicht und dem Appell, Abstand zu halten, viele Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Forscher der "Universität Aarhus" sagen, dass vor allem Einfühlungsvermögen und Empathie eine wichtige Rolle spielen, wer sich an die Corona-Regeln hält und wer nicht. Die Studie wurde in der Zeitschrift  "Psychological Science" veröffentlicht.

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Emotionale Experimente als Corona-Trigger

Die Forscher führten eine Reihe von Experimenten durch, bei denen sie den Teilnehmern in drei Ländern entweder die persönliche Geschichte eines Coronavirus-Patienten vorstellten oder ihnen einfach Informationen über Maßnahmen wie Gesichtsmasken und Social Distancing gaben.

In einem Experiment sahen sich die Teilnehmer ein Video über einen 91-jährigen Mann an, der seine chronisch kranke Frau wegen COVID-19 nicht besuchen konnte. In einem anderen Versuch hatten Freiwillige eine Geschichte über eine Frau gelesen, die an einer seltenen Immunkrankheit leidet. Sie musste aufgrund der Infektion mit dem Coronavirus auf die Intensivstation eingeliefert werden.

  • Die Forscher beobachteten, dass Probanden, die von den Schicksalen der Corona-Patienten erfuhren, empathischer auf die Pandemie reagierten.
  • Diese Teilnehmer zeigten auch eine größere Bereitschaft, Gesichtsmasken zu tragen und Abstand zu halten.

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Persönliche Geschichten regen mehr Empathie an

"Unsere Ergebnisse legen nahe, dass wir Geschichten über echte Menschen brauchen, die leiden. Es reicht nicht aus, zu sagen, dass wir Abstand halten und eine Gesichtsmaske tragen müssen, um unsere Mitmenschen zu schützen", meint Pfattheicher. Wenn wir Geschichten von Corona-Patienten hören, werden wir empathischer und halten uns dadurch eher an die Maßnahmen.

In der Dänemark wurden "Social Distance Badges" eingeführt, die von Bewohnern, die zur Risikogruppe zählen, getragen werden. Wer diesen Anstecker trägt, will darauf aufmerksam machen, dass man Abstand halten soll, um ihn vor einer Ansteckung zu schützen. "Es ist eine Methode, denjenigen ein Gesicht zu geben, die besonders verletzlich sind", sagt Co-Autor Michael Bang Petersen.

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