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Studie: Menschen mit Glatze haben ein erhöhtes Corona-Risiko

Eine neue Studie zeigt, dass Menschen mit Glatze ein erhöhtes Risiko haben, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

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Studie Glatze Corona
diignat / iStock

Falls du eine Glatze hast, dann könnte dein Risiko für eine Corona-Erkrankung steigen! Das behauptet zumindest die Studie eines internationalen Forscherteams. Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht.

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Erhöhtes Risiko durch Glatze?

Es ist schon länger bekannt, dass Männer eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren (wir berichteten). Nun zeigt eine neue Untersuchung, dass sogar Menschen mit Glatze ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung haben könnten. Dieser Zusammenhang soll laut einigen Forschern so stark sein, dass sie dieses Phänomen als "Gabrin-Zeichen" bezeichnen. Der Begriff führt auf den US-Mediziner Dr. Frank Gabrin zurück, der kahlköpfig war und an COVID-19 verstarb. Wie die britische Tageszeitung The Telegraph berichtet, zeigt sich dieses Phänomen in zwei weiteren Studien. Dabei entdeckte Studienleiter Carlos Wambier, dass eine hohe Anzahl männlicher, spanischer Corona-Patienten mit Glatze in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

  • In der besagten Studie mit 122 Probanden waren 79% der Männer, die in drei Madrider Krankenhäusern an Covid-19 litten, kahlköpfig.
  • In einer früheren Untersuchung wurde 41 Patienten in spanischen Krankenhäusern gezählt. Darunter wiesen 71% eine Glatze auf.
  • Zudem wurde in der Studie ein ähnlicher Zusammenhang bei der geringeren Anzahl von Frauen festgestellt, welche von androgenbedingtem Haarausfall betroffen sind.

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"Wir gehen davon aus, dass Haarausfall ein Indikator für einen schweren Krankheitsverlauf ist", erklärt Wambier gegenüber dem Telegraph. Laut den Forschern könnten Androgene, männliche Geschlechtshormone wie Testosteron, nicht nur beim Haarausfall eine Rolle spielen, sondern auch bei der Fähigkeit des Coronavirus, Zellen anzugreifen. "Wir glauben, dass Androgene oder männliche Hormone das Tor für das Virus sind, um in unsere Zellen einzudringen", erklärt Wambier weiter. Falls die Annahme über die Sexualhormone stimmt, könnte man die Hormone unterdrücken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bis dato sind aber noch weitere Studie ausstehend, um einen wirksamen Behandlungsansatz zu entwickeln.

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