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Studie: Mädchen sind stärker von Folgen der Corona-Pandemie betroffen

Eine Studie der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" zeigt, dass vor allem Mädchen während des Lockdowns mehr im Haushalt mithelfen mussten als Jungen.

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Corona Studie Pandemie Mädchen
Manuel Tauber-Romieri / iStock

Wie eine Umfrage der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" zeigt, sind Mädchen stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen als Jungen. Die Organisation befragte insgesamt 25.000 Kinder und Erwachsene in 37 Ländern.

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Mehr Haushalt, weniger Zeit für's Lernen

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 63% der Mädchen weniger Zeit für die Schule hatten und sich mehr im Haushalt engagieren mussten als Buben (43%). Zudem sind vor allem Kinder aus ärmeren Familien stärker betroffen als wohlhabendere Familien. Auch bei der Betreuung von Geschwistern waren die Mädchen stärker belastet. In vielen Staaten waren die Bildungseinrichtungen wochenlang geschlossen, der Unterricht wurde, wenn überhaupt, online fortgeführt. Zwei Drittel der befragten Kinder hatten in dieser Zeit keinen Kontakt zu ihren Lehrern. Acht von zehn Kindern gaben an, dass sie seit der Schließung der Schule wenig oder nichts gelernt haben.

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"Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrößert"

Der Schulalltag vieler Kinder wurde während des Lockdowns auch durch einen fehlenden Internetzugang erschwert. Weniger als ein Prozent der ärmeren Haushalte gaben an, das sie kein Internet Zuhause hätten, das das Kind für den Fernunterricht benötigte. Auch bei der Beschaffung von Lernmaterialien hatten ärmere Haushalte ein großes Problem. "Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrößert, mit dramatischen Folgen für die Kinder", sagt Susanne Krüger, Chefin von "Save the Children" in Deutschland. "Um eine ganze Generation vor dem Verlust ihrer Zukunft zu schützen, müssen einkommensschwache Länder und fragile Staaten dabei unterstützt werden, in ihre Kinder zu investieren", forderte Krüger.

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