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Corona-Studie: DIESE Menschen haben Klopapier gehamstert!

Forscher untersuchten, welche Menschen zu Hamsterkäufen während der Corona-Krise neigten.

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Klopapier Studie
RealPeopleGroup / iStock

Während des Lockdowns fürchteten wir uns nicht nur davor, uns mit dem Coronavirus anzustecken, sondern auch kein Klopapier mehr im Haus zu haben. Die Supermärkte wurden von panischen Toilettenpapier-Messis gestürmt. Wissenschafter haben nun untersucht, welche Persönlichkeit Hamsterkäufer aufweisen, die vermehrt Toilettenpapier gekauft haben. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

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Drei verschiedene Persönlichkeitstypen

Für die Studie wurden über 1.000 Erwachsene in 35 Ländern befragt. Dabei wurden drei Persönlichkeitstypen analysiert:

  • Ängstliche Menschen: Wer das Coronavirus als größere Gefahr sieht als andere, neigte dazu, vermehrt Klopapier zu horten. Laut den Forschern ist das Toilettenpapier für ängstliche Menschen ein Symbol für Sicherheit.
  • Emotionale Menschen: Personen, die sich öfter Sorgen machen oder ängstlich sind, aber auch viel Empathie oder Verbundenheit zu anderen empfinden, kauften ebenfalls vermehrt Klopapier. Dies widerspricht früheren Annahmen, dass Hamsterkäufer egoistische Neigungen hätten.
  • Gewissenhafte/Pflichtbewusste Menschen: Die dritte Art der Persönlichkeiten ist gewissenhaft und pflichtbewusst. Dies widerlegt die Theorie, dass diese Art von Menschen NICHT zu Panikkäufen neigt und daher mehr Selbstkontrolle hat.

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Amerikaner kauften mehr Klopapier

Die Studienergebnisse zeigten auch, dass ältere Menschen ebenfalls vermehrt Toilettenpapier gekauft haben. Dafür analysierten die Forscher zwei bestimmte Faktoren:

  • Die älteren Menschen gehören zur Risikogruppe, weshalb sie sich wahrscheinlicher in Quarantäne begeben müssen.
  • In einigen Ländern wurden ältere Menschen gebeten, sich so wenig wie möglich draußen aufzuhalten, um sich vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

In beiden Szenarien mussten Vorräte angelegt werden. Deshalb kauften ältere Menschen ebenfalls mehr Klopapier. In den USA haben die Menschen zudem mehr Klopapier auf einmal gekauft, sind aber seltener zum Toilettenpapier-Einkauf gegangen, als Europäer. Laut den Studienautoren liegt das an dem Unterschied der Packungsgrößen: In USA werden Packungen mit 36 Toilettenpapierrollen verkauft, in Europa meist nur mit zehn.

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Künstliche Knappheiten zukünftig verhindern

Für die Forscher könnte die Studie als Anregung dienen, um weitere Untersuchungen durchzuführen. So könnte man den Unterschied bei Hamsterkäufen zwischen Stadt- und Landbewohnern untersuchen. Oder wer an dem Einkauf-Spektakel nicht teilgenommen hat und warum. Durch die Studienerkenntnissen kann die Kommunikation der Behörden und Organisationen in Krisen verbessert werden. Wenn die Persönlichkeitstypen der Hamsterkäufer angesprochen werden, könnte man in Zukunft auch eine künstliche Knappheit bestimmter Güter (z.B.: Klopapier und Hefe/Germ) verhindern.

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