News

Studie: Diese Art von Menschen sehen Tyrannen als gute Führungskräfte!

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die eine schwere Kindheit hatten, eher dazu neigen, tyrannische Führungsstile zu unterstützen.

  • Drucken
Tyrannischer Führungsstil
skynesher / iStock

Du hast einen herrschsüchtigen, egoistischen und unausstehlichen Boss, der von einigen deiner Kollegen geliebt wird? Obwohl diese Charaktereigenschaften die Hauptmerkmale von Tyrannen sind, gewinnen genau diese Menschen häufig eine beträchtliche Anhängerschaft.

Eine neue Studie der San Francisco State University zeigt nun, dass besonders Menschen mit einer schweren Kindheit vermehrt dazu neigen, tyrannische Führungsstile zu unterstützen. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Leadership & Organizational Studies veröffentlicht.

Mehr dazu: Bossing: Hilfe, mein Chef mobbt mich!

Beginnt die Unterstützung für Tyrannen schon zuhause?

"Wir sehen es immer wieder – wo der unausstehliche Führer an die Spitze aufsteigt, aber wir wissen nicht viel warum", sagt Hauptautorin Dayna Herbert Walker in einer Pressemitteilung. Laut Herbert Walker hätten Tyrannen keine große Macht, wenn sie nicht von ihren Anhängern unterstützt werden. Forscher befragten in einer Studie 130 Personen im Alter von 17 Jahren im Jahr 1996 und nochmal im Jahr 2016, wie sie den perfekten Führungsstil definieren.

  • Die ersten Fragen aus dem Jahr 1996 konzentrierten sich auf das häusliche Umfeld der Teilnehmer. Ob familiäre Mitbewohner der Teilnehmer schnell laut werden, andere kritisieren oder körperlich gewalttätig sind.
  • 2016 wurden die Teilnehmer gebeten, Führungseigenschaften zu beurteilen, die ihrer Meinung nach charakteristisch für eine ideale Geschäftsführung sind.

Mehr dazu: Studie: Fördert Pornokonsum eine schlechte Arbeitsmoral?

Kindheit hat starken Einfluss auf den Charakter

Die Ergebnisse zeigen, dass Probanden mit einer schweren Kindheit, Menschen mit tyrannischen Eigenschaften als bessere Führungskräfte sehen. Diese Ergebnisse könnten Auswirkungen auf die eigene Führungsqualität bzw. die Vorgesetzten der Teilnehmer haben. Doch wie kann diese Einstellung der Probanden geändert werden?

"Der erste Schritt besteht darin, sie dazu zu bringen, ihre Annahmen darüber infrage zu stellen, warum sie tun, was sie tun", schreiben die Forscher. "Vielleicht wird ihnen klar, dass sie das glauben, weil ihr Vater sich so verhalten hat und er im Geschäftsleben erfolgreich war. Und so glauben sie, dass sie auch so handeln sollten."

Mehr dazu: 8 Berufe mit dem höchsten Suizidrisiko

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.