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Studie: Österreicher nahmen im Homeoffice rund zwei Kilo zu

Eine Studie zeigt, dass Österreicher während des Corona-Lockdowns im Homeoffice zwei Kilo zugenommen haben.

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Studie Homeoffice essen
petrunjela / iStock

Eine Studie der Medizinischen Universität Wien (MedUni) zeigt, dass Österreicher während des Corona-Lockdowns im Homeoffice zwei Kilo zugenommen haben. Zudem ist die körperliche Aktivität pro Kopf um eine Stunde gesunken.

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Mehr Gewicht durch Homeoffice

Zwar hatten wir durch Homeoffice die Möglichkeit, unsere Gesundheit zu schützen und weiterhin unserer Arbeit nachzugehen, doch dies brachte auch einige Nachteile mit sich. Die sozialen Kontakte wurden auf ein Minimum reduziert, die Fitness-Routine musste vom Gym ins Wohnzimmer verlegt werden und wir hatten viel mehr Zeit während der Arbeit zu essen! Wie Forscher der MedUni Wien in Kooperation mit der österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) nun herausgefunden haben, nahmen die Österreicher während der Corona-Isolation im Homeoffice zu.

Dafür untersuchten die Forscher zwölf Probanden, die sechs Wochen lang Vollzeit im Homeoffice gearbeitet haben. Das Ergebnis: Durchschnittlich nahmen die Probanden rund zwei Kilo an Körpergewicht zu, manche Teilnehmer sogar bis zu vier Kilo!

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500 Kalorien zu viel konsumiert

Laut den Wissenschaftern hat die Gewichtszunahme auch mit der gesunkenen Alltagsaktivität zu tun, denn im Schnitt nahm diese um rund eine Stunde ab. Vor der Isolation waren die Probanden durchschnittlich eine Stunde und 30 Minuten pro Tag aktiv. Während der Ausgangsbeschränkungen nur mehr 42 Minuten!

  • Das liegt vor allem daran, dass der Arbeitsweg einen Großteil der täglichen Bewegung ausmacht, dieser fiel im Homeoffice weg. Zudem waren auch weniger als 2.000 Schritte pro Tag keine Seltenheit, wie die Forscher in einer Onlinekonferenz erklärten.
  • Durch die fehlende Stunde an Bewegung hat auch der Körper weniger Energie durch Nahrung gebraucht. Das bedeutet, dass man im Homeoffice durchschnittlich 500 Kalorien weniger konsumieren hätte sollen. Da die meisten Probanden ihre Ernährungsgewohnheiten jedoch nicht geändert haben, wurden in den letzten sechs Wochen im Schnitt 20.000 Kalorien zu viel aufgenommen.

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Erhöhtes Sterberisiko

Laut den Forschern könnte die Gewichtszunahme langfristige Folgen haben. Bei Altersgruppen zwischen 35 und 50 Jahren steigt das Sterblichkeitsrisiko bei einer Gewichtszunahme von 0,6 bis einem Kilogramm pro Jahr um 1,19%! Wird nichts dagegen unternommen, fürchten die Forscher jährlich 4.000 zusätzliche Todesfälle.

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