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Studie: Mehr Isolation durch toxische Männlichkeit?

Eine neue Studie zeigt, dass toxische Männlichkeit der Gesundheit schaden könnte und dazu führt, dass ältere Männer sich im hohen Alter sozial isolieren.

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Toxische Männlichkeit Studie
KatarzynaBialasiewicz / iStock

Wissenschafter untersuchten in einer neuen Studie , ob toxische Männlichkeit zu einer erhöhten Isolation von älteren Männern führt. Die Studienergebnisse zeigen, dass sich sexistische Rollenbilder auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirken können.

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Erhöhtes Risiko für gesundheitliche Beschwerden

Toxische Maskulinität ist häufig durch unrealistische oder veraltete Rollenbilder geprägt (z.B. "Ein echter Indianer kennt keinen Schmerz" ), die einen vermeintlich "echten Mann" definieren. Diese Einstellung führt dazu, dass Männer immer stark, emotionslos und unabhängig sein müssen. Doch gerade in unserem sozialen Umfeld haben wir die Möglichkeit, Gefühle zu zeigen und "schwach" zu sein.

Sich zu öffnen und über seine Probleme zu sprechen, scheint für viele Menschen ein Problem zu sein. Personen, die keine Vertrauenspersonen haben, mit denen sie über ihre Träume und Ängste sprechen können, haben laut dem Soziologen Stef Shuster der "Michigan State University" ein erhöhtes Risiko, psychisch oder körperlich zu erkranken.

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Weniger Freundschaften durch toxische Maskulinität

Für die Studie analysierten die Forscher Daten von knapp 5.000 Männern und Frauen aus der  "Wisconsin Longitudinal Survey"-Datenbank. Die Studienergebnisse zeigen,  dass Männer, die durch diese Rollenbilder geprägt sind, sich im hohen Alter immer mehr isolieren. "Die eigentliche Prämisse des Patriachats beruht in gewisser Weise auf der Idee der Isolation, weil es darum geht, autonom zu sein und nicht viel Emotionen zu zeigen. Es ist schwer, auf diese Weise Freundschaften zu entwickeln", sagt Shuster.

Der Wissenschafter ist sich sicher, dass man eine soziale Isolation verhindern kann, indem man eine andere Art des Denkens über Männlichkeit annimmt; eine, die nicht veraltete Genderrollen predigt, die einen "echten Mann" ausmachen sollen. Shuster erklärt, dass Männer weniger Hilfe bei anderen suchen, je mehr sie von der toxischen Männlichkeit überzeugt sind.

"Wir müssen lernen, wie man Menschen Methoden anbietet, damit sie nicht sozial isoliert werden und ihnen hilft, ein Verständnis zu entwickeln, dass ihre Eigenschaften, die sie zu "echten Männern" machen, ihnen im Alter im Weg stehen werden", erklärt Shumer.

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