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Vergewaltigungen und Missbrauch an Frauen und Kindern: Petition fordert Abschaltung von Pornhub

#Traffickinghub: Mit dieser Petition geht man nun gegen Pornhub vor. Der Grund: Die Seite unternehme nichts gegen Videos von Vergewaltigungen an Frauen und Kindern.

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Petition gegen Pornhub
Serghei Turcanu / iStock

Es passieren viele schreckliche Dinge auf der Welt und oft tendieren wir dazu  wegzusehen. Ganz anders ist es auf Pornhub: Videos von Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauchsfällen an Frauen und Minderjährigen werden hier nicht nur toleriert – hunderttausende Viewer sehen auch hin. Selbst nach Aufforderung der Opfer, die Videos zu löschen, kommt keine Reaktion von Pornhub. Nun wird der Plattform vorgeworfen, dass sie von diesen Fällen des sexuellen Missbrauchs auch noch profitieren will. Die Petition #Traffickinghub soll dem jetzt ein Ende bereiten.

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Vergewaltigungen von Minderjährigen auf Pornhub

(Achtung, Trigger-Warnung!) Folgendes Szenario: Ihre 15-Jährige Tochter ist seit einem Jahr vermisst. Plötzlich weist sie jemand darauf hin, dass die Vergewaltigung ihres Kindes auf Pornhub zu sehen ist. Für ein Mädchen aus den USA wurde dieser Horror Realität. Ganze 58 Videos dokumentieren den sexuellen Missbrauch der 15-Jährigen.

Ein weiterer Fall der 14-jährigen Rose Kalemba aus Ohio erschütterte das Netz. Auch hier wurde das Mädchen vergewaltigt, übel zugerichtet und gefilmt, wie das mittlerweile erwachsene Opfer gegenüber der BBC berichtet. "Am schlimmsten waren die Videos, bei denen ich ohnmächtig wurde. Zu sehen, wie ich angegriffen wurde, während ich nicht einmal bei Bewusstsein war, das war das Schlimmste", so Rose zu den Videos.

Zwölf Stunden Filmmaterial: Der Schmerz und das Trauma, welche durch die Verfilmung der eigenen Vergewaltigung getriggert werden, ist unvorstellbar. Ob Pornhub dem schrecklichen Leiden ein Ende bereitet? Nein, denn die Betreiber der Plattform reagierten selbst nach regelmäßiger und sechsmonatiger E-Mail-Anfrage nicht auf das Missbrauchsopfer. Als plötzlich ein Anwaltsschreiben von Rose ins Spiel kam, wurde der Megakonzern hellhörig. Und siehe da: Nach 48 Stunden wurde das Material schließlich doch von der Pornoseite entfernt.

Die gemeinnützige Organisation exoduscry fasste die erschreckenden Daten und Fakten nun in einem Video zusammen:

 

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Petition fordert Abschaltung von Pornhub

And the list goes on – denn diese Fälle kratzen nur ansatzweise an der Oberfläche der schockierenden Missbrauchsvideos. Pornhub bietet demnach nicht nur der Lustbefriedigung eine Plattform, auch kriminelle Banden haben leichtes Spiel.

Die Vorwürfe gegen Pornhub wurden seit jeher immer lauter. Die Aktivistin Laila Mickelwait konnte im März belegen, dass die Plattform keine ausreichende Kontrolle über das Hochladen der Inhalte hat. Nun will sie "die größte Pornowebsite der Welt zur Rechenschaft ziehen, da sie den Massensexhandel, die Vergewaltigung und Ausbeutung ermöglichen und davon profitieren."

Bereits 1.500.000 Personen teilen ihre Meinung und setzten ihre Unterschrift unter die #Traffickinghub-Petition. Dort zu finden, ist eine umfangreiche Liste von verschiedenen mutmaßlichen Opfern und Missbrauchsfällen. Auch die ehemalige Pornodarstellerin Jenna Jameson macht sich stark für die Opfer. Sie ruft ihre Follower dazu auf, Pornhub zu boykottieren.


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Profit an Missbrauch: Pornhub wehrt sich

PornHub wehrt sich gegen die Anschuldigungen und weist jegliche Kritik von sich: "Pornhub setzt sich unerschütterlich für die Ausmerzung und Bekämpfung aller illegalen Inhalte im Internet ein, einschließlich nicht einvernehmlicher Inhalte und Material von sexuellem Kindesmissbrauch. Jegliche Unterstellung, dass das anders sein sollte, ist kategorisch und faktisch falsch."

Leider entspricht diese Aussage nicht der Wahrheit. Das zeigen die etlichen Fälle der Missbrauchsopfer, welche erst nach rechtlichen Schritten mit einer Reaktion der populären Pornoplattformen rechnen konnten.

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