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Zweiter Lockdown in Österreich: Alle Regeln und Maßnahmen auf einen Blick

Ausgangsbeschränkungen, aber auch andere Maßnahmen erwarten uns ab 3. November im zweiten Lockdown.

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Zweiter Lockdown in Österreich
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Die Regierung kündigte am Samstag einen zweiten Lockdown in Österreich an, welche mit Dienstag, dem 3. November, mit 0:00 Uhr in Kraft treten wird. Grund dafür sind die exponentiell wachsenden SARS-CoV-2-Infektionszahlen, so die Regierung bei der Pressekonferenz. Damit einher gehen viele Änderungen, die jeden von uns betreffen werden. Welche Regeln erwarten uns und wie unterscheidet sich der zweite Lockdown vom ersten? Wir haben die wichtigsten Fakten für dich zusammengefasst.

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Österreich wieder im Notbetrieb

Ab Dienstag wird es bis mindestens 30. November zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen. "Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu einer Überlastung der intensivmedizinischen Versorgung kommen!", warnte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Den in den vergangenen Monaten stetig steigenden Covid-19-Fallzahlen, welche laut Kurz "fast schon explosionsartig" sind, müsse man nun mit harten Maßnahmen entgegenwirken. Die Regierung sieht sich gezwungen, Österreich wieder auf den Notbetrieb herunterzufahren.

Eine Statistik der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild" veranschaulicht das exponentielle Wachstum in Relation zu den durchgeführten Tests. (Stand: 2. November 2020)

 

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Sport, Freizeit & Treffen mit Freunden: Was darf ich?

Doch was ändert sich nun ab 3. November? Neben einer Ausgangsperre ertwarten uns auch Einschränkugen im Sport- und Freizeitbereich. Hier alle Verschärfungen, welche Sport, Freizeit & Co betreffen:

Maßnahme Ausnahmen Erläuterung
Ausgangssperre:

Das Verlassen "des eigenen privaten Wohnbereichs" ist grundsätzlich von 20 bis 6 Uhr früh untersagt. Bedeutet also, dass ein Besuchsverbot bei Freunden und Bekannten gilt.

Laut Gesetz muss diese Maßnahme alle 10 Tage neu evaluiert werden und kann bei Bedarf verlängert werden.

 

 

  • Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiäre Rechten und Pflichten
  • berufliche Zwecke, sofern dies erforderlich ist
  • zur körperlichen und psychischen Erholung
  • Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse
  • Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Lebenspartner, die auf eine andere Adresse gemeldet sind, fallen unter die Grundbedürfnisse. Sie dürfen also nach 20 Uhr besucht werden.
  • Laut dem Innenminister muss man keine Beweise vorlegen, warum man sich in dem genannten Zeitraum draußen befindet. Im Fall muss den Polizeibeamten "nur" ein triftiger Grund genannt werden.
Freizeit- und Sportaktivitäten stark eingeschränkt: 

Während der Spitzensport ohne Zuschauer abgehalten werden darf, dürfen Privatpersonen nur noch im Freien sportliche Betätigungen ausüben.

Freizeitaktivitäten, wie der Besuch von Museen, Kinos, Zoos, Schwimmbäder sind ebenfalls untersagt.

  • Erlaubt sind individuelle Sportaktivitäten, die keinen Körperkontakt zu anderen vorsehen.
  • Golf- und Tennisplätze bleiben geöffnet, Hallen- und andere Indoortbereiche (Fitnessstudio & Co) bleiben geschlossen.
  • Anders als im ersten Lockdown bleiben Parkanlagen geöffnet, wobei bei Individualsportarten im Freien der Mindestabstand eingehalten werden muss.
Keine Veranstaltungen & "große" Treffen mit Freunden: 

Zusammenkünfte
im Bereich Freizeit, Kultur und Sport, aber auch Hochzeits- und Geburtstagsfeiern dürfen nicht abgehalten werden. Zudem sind nur Treffen von nicht mehr als 6 Personen, welche aus maximal zwei Haushalten stammen dürfen, erlaubt, zuzüglich 6 minderjähriger Kinder.

  • Veranstaltungen im Spitzensport
  • berufliche Zusammenkünfte, sofern diese unbedingt erforderlich sind
  • Begräbnisse (50 Personen)
  • Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz unter strenger Einhaltung der Schutzmaßnahmen
  • Für Verunsicherung sorgte vor allem die Zusammenkunft von zwei Haushalten.
  • Bislang ist davon auszugehen, dass man keinen Haushalt für den gesamten Monat nominieren muss. Bedeutet also, dass man mehrere Haushalte treffen darf, jedoch nicht auf einmal.

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Distance Learning, Home Office & Co: Alles im Überblick

Anders als im März sieht der "weichere" Lockdown vor, dass Handel und andere Dienstleistungsgeschäfte (Frisör & Co) geöffnet bleiben. Auch Kindergärten, Volksschulen und Unterstufen bleiben vorerst offen, hierbei appellierten viele Parlamentsparteien an Kanzler Kurz.

  • In der Oberstufe und an den Universitäten wird nach den Herbstferien auf Distance-Learning umgestellt. Kurz betont jedoch, dass diese Maßnahme beobachtet werden müssen.
  • Zudem rät die Regierung dazu, Mitarbeiter ins Home Office zu schicken, sofern die betriebliche Tätigkeit diese Maßnahme zulässt.
  • Besuche in Pflegeheimen sind bis inklusive 17. November nur noch alle zwei Tage erlaubt, wobei pro Tag lediglich ein Besuch stattfinden darf. Maximal zwei verschiedene Besucher dürfen für die kommenden zwei Wochen "nominiert" werden. Zudem werden wöchentliche Test für Mitarbeiter eingeführt, wobei für Besucher eine Test- oder Masken-Pflicht gilt.
  • Wie bisher muss in öffentlichen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz getragen und zu Haushaltsfremden der Mindestabstand eingehalten werden.

 

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Anders sieht es in der Gastronomie und Hotellerie aus. Diese dürfen ihren Betrieb nur noch unter strengen Auflagen fortführen:

  • Take-Aways (zwischen 6 und 20 Uhr) und das Liefern von Speisen ist erlaubt.
  • Die Konsumation vor Ort ist hingegen verboten.
  • Für Touristen ist die Nutzung von Hotels untersagt. Ausnahmen gelten für berufliche Geschäftsreisen und Ausbildungszwecke, Kurgäste und Internate, sowie zur Stillung eines dringenden Wohnbedürfnisses.

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