Psychische Gesundheit

Die 10 wichtigsten Eltern-Skills

Folgende 10 Verhaltensweisen helfen Mama, Papa und Kind für eine harmonische Kommunikation und gegenseitigen Respekt.

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Wichtige Eltern-Skills
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Biologisch betrachtet sind Menschen dazu geboren, Eltern zu sein. Vieles müssen wir nicht lernen oder uns durch Bücher erarbeiten, die natürlichen Mama- und Papaimpulse stecken bereits in uns. In unserer hektischen, sehr fordernden Welt geraten diese naturgegebenen Instinkte jedoch immer wieder in den Hintergrund und wir finden uns mit Tyrannenkindern konfrontiert, die alles tun  nur nicht das, was wir uns wünschen.

Folgende Eltern-Skills bringen dich wieder in Kontakt mit deinem ureigensten Wissen und zeigen, worauf es wirklich ankommt:

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Sei ein guter Zuhörer

Um das eigene Kind zu verstehen, musst du vor allem eines: zuhören.

  • Viele Eltern erklären dem Kind einfach, was es zu tun und zu lassen hat, ohne ihm die Chance zu geben, seine Ängste, Bedenken oder Zweifel zu äußern.
  • Schenke dem Kind deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit, wenn es dir etwas sagen möchte.
  • Kinder haben ernstzunehmende Emotionen, über die sie sich austauschen wollen.

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Zeige bedingungslose Liebe

Natürlich lieben alle Eltern ihre Kinder. Trotzdem ist es essentiell, dem Kind diese Liebe auch offen und sichtbar zu vermitteln. Niemand kann Gedanken lesen.

  • Bemühe dich, deinem Kind zumindest einmal täglich deine Zuneigung zu zeigen.
  • Sei es durch eine innige Umarmung oder ein paar liebevolle Worte.
  • Das so stets rückversicherte Kind wird mit mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit reagieren.

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Verbringe mehr Quality-Time

Qualitätsvolle Zeit meint nicht einfach nur anwesend sein, wenn das Kind da ist. Nutze die Stunden mit deinem Nachwuchs interaktiv. Spielt gemeinsam, lies deinem Kind etwas vor, erzähle Geschichten aus deinem Leben und lasse das Kind in deine Welt. All das wird die emotionale Beziehung zwischen dir und dem Kind stärken.

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Sei standhaft, fair und freundlich

Zuhause muss es Regeln geben, die immer gelten. Diese Regeln sollten fair sein  das bedeutet, dass auch die Bestrafungen bei "Verstoß" nicht zu hart sein dürfen. Egal, worum es geht: In jedem Fall sollten sich Eltern bemühen, friedlich, nicht bedrohlich mit dem Kind zu kommunizieren. Das Kind soll dich zwar respektieren, aber keinesfalls Angst vor dir haben.

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Bleibe konsequent

Stelle keine Regeln auf, nur damit es welche gibt. Beständige Grenzen, auf die sich das Kind verlassen kann, sind aber essentiell. Verändere deine Grundsätze nicht nach Laune, das irritiert das Kind und führt oft dazu, dass es nichts mehr auf dein Vorgaben gibt.

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Sei ein echtes Vorbild

Als Eltern seid ihr das erste und wichtigste Vorbild für euer Kind. Verhalten à la "Wasser predigen und Wein trinken" ist kontraproduktiv. Was du deinem Kind vorschreibst, sollte auch deinem eigenen Verhalten entsprechen. Ein Beispiel: Wenn das Kind beim Essen nicht mit dem Smartphone hantieren soll, dann solltest du das ebenfalls bleiben lassen.

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Zeige Wertschätzung, keine Ablehnung

Übe dich im "Positive Parenting". Anstatt dem Kind ständig zu sagen, was es nicht tun soll, versuche ihm stattdessen zu vermitteln, was es es machen soll. Vergiss nicht zu loben und schätze die Dinge, die das Kind bewältigt. Belohnungen für gutes Benehmen sorgen zudem für eine Wiederholung des gewünschten Verhaltens.

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Bleibe offen für Neues

Bilde dich in Sachen Elternsein fort. Früher lebten Familien in großen Clans, Wissen um Erziehung und Co. wurde stets von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben. Das ist heute nicht mehr so. Wir müssen uns selber um Erfahrungsaustausch und Tipps von außen bemühen. Als Eltern lernen wir nie aus und es gibt immer Raum für Verbesserung.

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Versetze dich in das Kind hinein

Bevor du dein Kind für ein von dir unerwünschtes Verhalten be- und verurteilen, solltest du versuchen, die Dinge aus der Perspektive des kleinen Menschen zu sehen. Erinnere dich an deine Kindheit zurück und gib dem Kind eine Chance, sich zu erklären. Es ist leicht ein vernichtendes Urteil auszusprechen, aber gütiger und nachhaltiger, zu verzeihen und zu verstehen.

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Sei geduldig

Versuche dich in Geduld. Und zwar dir selbst und dem Kind gegenüber. Erwarte keine Verhaltensänderung des Sprösslings über Nacht und erwarte bloß nicht, plötzlich als perfekter Elternteil ohne Fehler zu agieren. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

Je liebevoller wir unsere Kinder erziehen, umso mehr Liebe werden sie später zu geben haben.

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