Psychische Gesundheit

Frugalismus: Bescheiden leben & sparen für eine ziemlich frühe Pension?

Geld sparen, um möglichst früh nicht mehr arbeiten zu müssen – ist Frugalismus erstrebenswert?

  • Drucken
Frugalismus: Mit 40 ausgesorgt?
swissmediavision / iStock

Arbeiten, sparen und sich mit 30 oder 40 Jahren einen Lenz machen? Genau danach streben sogenannte "Frugalisten", finanzielle Freiheit ist ihr oberstes Ziel. Das Lebenskonzept stammt aus den USA und entstand nach der Finanzkrise vor etwa zwölf Jahren. Mittlerweile findet der Lebensstil auch in Europa immer mehr Anklang. Wäre das auch etwas für Sie?

Mehr dazu: 4 Tipps für mehr Geld am Konto

Frugalisten leben genügsam

"Frugal" bedeutet so viel wie "bescheiden, einfach". Dafür nehmen sie in Kauf, sparsam zu leben. In welchem Ausmaß das geschieht, bleibt jedem selbst überlassen. Während die einen eingefleischte Heimwerker, DIY-Perfektionisten und Alles-selber-Macher sind, sparen die anderen bei der Kleidung, dem Auto oder beim Toilettenspülen. Ja, Sie haben richtig gelesen, denn auch das kostet. Sparen lässt sich an vielen Ecken und Enden, Minimalismus liegt aktuell im Trend. Viele Frugalisten tauschen sich im Internet untereinander aus, geben Tipps und tüfteln gemeinsam an effizienten Sparmaßnahmen.

Nach außen hin mag das nach enormem Verzicht klingen, doch das sehen Frugalisten anders.

  • Sie haben das Konzept verinnerlicht und verfolgen einen Plan. Den braucht man nämlich, wenn man so früh wie möglich aufhören möchte zu arbeiten.
  • Konkret bedeutet das: Monatlich so wenig Geld wie möglich verbrauchen und so viel wie möglich in Aktien oder Fonds investieren, damit sich das Geld vermehrt und auf der hohen Kante liegt.
  • Geringverdiener dürften es schwer haben, die frugalen Ziele zu erreichen. Die meisten Frugalisten sind gut ausgebildet und/oder haben ein höheres Einkommen.

Mehr dazu: 10 Tipps für mehr Minimalismus

Und was dann?

Als Vorbild gilt der amerikanische "Mr. Money Moustache", der bereits 2005 gemeinsam mit seiner Frau ausgestiegen ist und seither viel Freizeit genießt. Nach sechs Jahren "La dolce vita" rief er den Blog ins Leben und gibt Interessierten und Frugalisten-Kumpanen Tipps, wie das Konzept aufgehen kann.

Während Workaholics sich fragen, was Frugalisten mit ihrer vielen Zeit anfangen können, genießen diese längst das entschleunigte Familienleben oder gehen persönlichen Projekten nach und schreiben ein Buch und haben mehr Zeit und Muße für Dinge, die sie eben lieber machen als dem klassischen Job nachzugehen. Vielen genügt später auch die Freiheit, sich als Selbständige Arbeitsaufträge aussuchen zu können.

Mehr dazu: So erstellen Sie einen Essensplan

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.