Psychische Gesundheit

„Kommt dir das bekannt vor?“ Das passiert bei einem Déjà-vu!

Du bist unterwegs und bist dir sicher, dass du diesen Moment bereits erlebt hast? Diese 3 Theorien könnten dein Déjà-vu erklären!

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Mit dem Mysterium eines Déjà-vus sind zahlreiche Menschen vertraut. Du befindest dich irgendwo in deiner Stadt und riechst ein bestimmtes Parfum, hörst ein Lied oder beobachtest das Verhalten von einem Fremden. Du kennst diese Person nicht, aber alles was eben passiert ist, scheint dir vertraut vorzukommen. Etwa ein Drittel aller Menschen haben mindestens einmal schon ein Déjà-vu erlebt. Die Wissenschaft dahinter ist nicht exakt, aber es wurden bereits einige Ideen und Theorien dazu entwickelt.

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Wie entsteht ein Déjà-vu?

Falls du es nicht erahnen konntest, hat das wiederholte Phänomen etwas mit deinem Gehirn zu tun. Bereits seit über 100 Jahren beschäftigen sich Neurologen und Psychologen mit dieser Sensation. Leider ist es noch niemandem gelungen eine durchschlagende Erklärung dafür zu finden. Im Laufe der Jahre kam man jedoch auf einige interessante Thesen, die das Phänomen "Déjà-vu" erklären sollten:

Es sind verloren geglaubte Erinnerungen

  • Eine Theorie wäre, dass du als Mensch tatsächlich ähnliche Momente wieder erlebst, die du aber für verloren gehalten hattest. Hier gleicht dein Gehirn bestimmte Aspekte einer eben erlebten Situation mit spezifischen Aspekten einer vorher erlebten Situation, Das passiert vor allem, wenn mehrere Sinneseindrücke übereinstimmen, wie Geruch oder ein familiärer Ton.

Erinnerungen an ein früheres Leben

  • Diese Theorie ist von der etwas übersinnlichen Sorte. Einsichten über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns können auch davon ausschließen, dass die Erinnerungen und Erfahrungen, die dir bekannt vorkommen aus einem früheren Leben sind und ab und an wieder hochkommen. Dies ist eher eine spirituelle Annahme, die nicht auf Wissenschaft beruht.

Eine Fehlfunktion des Gehirns?

  • Neurologen kamen auch auf die Idee, dass dir dein Gehirn einfach einen Streich spielt. Dieses ist schließlich für die menschliche Wahrnehmung zuständig, und wenn beispielsweise das was du mit den Augen siehst nicht gleichzeitig in deinem Gehirn eintrifft könnte der Eindruck entstehen, das das Gesehene bereits schon registriert wurde. Nachdem aber eine blinde Person sich dazu äußerte mittels Riechen, Hören und Fühlen ebenfalls ein Déjà-vu erlebt zu haben, wurde diese These prompt kritisiert.

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Wer hat's, wer hat's nicht?

Anhand früheren Studien kommen Déjà-vu-Erlebnisse vor allem bei jüngeren Menschen vor und nehmen im Laufe des Lebens ab. Auch der Bildungsstatus und wie oft man verreist sollen eine wesentliche Rolle spielen. Folgender Schlussansatz wird angenommen: Je gebildeter ein Mensch ist, und je öfter er reist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Déjà-vus erlebt. Aber auch Stress und Ermüdung seien Auslösefaktoren, die die wiederholten Wahrnehmungen hervorrufen.

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