Psychische Gesundheit

"Loch ist Loch": Wie viel Sexismus darf sich die Werbung erlauben?

Sexistische Werbung verfolgt uns jeden Tag. Egal ob im Internet, im Fernsehen oder in Magazinen. Nackte Haut, anzügliche Posen und schmutzige Werbeslogans kommen uns immer öfter unter. Doch wie beeinflusst uns sexistische Werbung und warum wirkt "sex sells" auch heute noch?

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Toxische Männlichkeit

Gilette wollte Anfang des Jahres mit einem neuen Werbespot ein Zeichen setzen: Gegen Macho-Getue und gegen ungerechte Rollenbilder.

Gilette bricht mit seinem Werbespot "We Believe: The Best Men Can Be" die Stereotype auf und zeigt, dass Männer sich in Zeiten der #metoo-Bewegung auch gegen diese alteingesessenen Charakteristika wehren können.

Hierbei wurde unter anderem auch besonders der Spruch "Boys will be Boys" verurteilt, da er keine Entschuldigung für Belästigung von Frauen oder Körperverletzung darstellt.

  • Sämtliche Zuschauer auf YouTube sahen den Werbespot jedoch eher als Angriff, anstatt als Aufklärung. Die 1,3 Millionen Daumen nach unten im Vergleich zu den 758.000 Likes brachten die Wut des Publikums noch besser zum Ausdruck.
  • Auf den Sozialen Medien bildeten sich zwei Gruppierungen: Während eine Mehrheit (am meisten Männer) zum Boykott des Unternehmens aufrief und ihnen eine Dämonisierung des männlichen Geschlechts vorwarfen, waren andere User begeistert von der Werbe-Idee.

Gilette zeigte sich standhaft und behielt den Werbespot. Das Unternehmen kündigte zusätzlich an in den nächsten drei Jahren US-Arbeitgeber zu unterstützen, die Männer inspirieren, ihnen Bildung vermitteln und sie so zu den Vorbildern der nächsten Generation machen möchten.

Mehr dazu: Gewaltdelikte an Frauen nehmen zu. Was tun? 

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