Psychische Gesundheit

"Loch ist Loch": Wie viel Sexismus darf sich die Werbung erlauben?

Sexistische Werbung verfolgt uns jeden Tag. Egal ob im Internet, im Fernsehen oder in Magazinen. Nackte Haut, anzügliche Posen und schmutzige Werbeslogans kommen uns immer öfter unter. Doch wie beeinflusst uns sexistische Werbung und warum wirkt "sex sells" auch heute noch?

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Sex sells: Immer noch

Doch was genau versteht man unter einer sexistischen Werbung? Hierbei wird nicht nur die Darstellung eines nackten Körpers verstanden, sondern auch bestimmte Geschlechterrollen oder Stereotype in Bezug auf die Ethnie. Models in degradierenden Posen oder zweideutige, unterschwellige Nachrichten sind hier inklusive.

  • In einer Studie aus dem Jahr 2017 untersuchten Forscher der Stuttgarter Hochschule der Medien, wie sich sexualisierte Werbung in Bezug auf den weiblichen Körper entwickelt hat.
  • Zwar sei "Sex sells" immer noch eine beliebte Werbemethode, jedoch ist die Darstellung der Frau in sexualisierter Form gesunken. Im Vergleich zu 1996 sei es damals jede zweite Frau in der Werbung gewesen.

Abgesehen davon, macht auch die Werbewatchgroup Wien darauf aufmerksam, dass Frauen oft unter maßgeschneiderten Körperbildern und Selbstzweifeln leiden.

  • Besonders auf Kinder und Jugendliche wirkt sich der Druck vom perfekten Körper stark aus. Zudem verstärkt die Werbung den frühen Kontakt mit sexuellen Inhalten.
  • So ist es nicht unüblich, dass sich Jugendliche und auch Erwachsene gezwungen fühlen, dem propagandierten Körper zu entsprechen und sich dafür in eine Essstörung zu stürzen.
  • Im Juni 2018 stellte sich Stockholm im Kampf gegen die sexistische Werbung und beschloss diese in Zukunft zu verbieten. Die Stadt möchte ihre Bürger davor bewahren beleidigender oder verstörender Werbung ausgesetzt zu sein. Vielleicht können wir von diesem Vorbild lernen.

Kommt Ihnen öfter sexistische Werbung unter, dann können Sie diese über ein Beschwerdeformular bei der Wiener Werbewatchgroup einreichen und im Kampf gegen Sexismus mithelfen.

Mehr dazu: Ein Hoch auf das positive Körpergefühl

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