Schlaf und Psyche

4 Anzeichen für das Restless-Legs-Syndrom

Deine Beine sind abends im Bett zappelig und du kannst vor lauter Unruhe kaum schlafen? Dann könntest du vielleicht das Restless-Legs-Syndrom haben.

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Restless-Legs-Syndrom
Neyya / iStock

Du willst schlafen, aber die Beine möchten einfach nicht zur Ruhe kommen? Sie kribbeln, schmerzen und du hast den Drang, dich ständig zu bewegen? Das könnten erste Anzeichen eines sogenannten Restless-Legs-Syndroms sein. Wir zeigen dir, wie du es erkennst!

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Was ist das Restless-Legs-Syndrom?

Das Restless-Legs-Syndrom (kurz: RLS) ist eine neurologische Erkrankung, bei der der quälende Drang besteht, die Beine (häufig auch die Arme) zwanghaft bewegen zu müssen. Es führt zu einem unangenehmen, kribbeligen Gefühl in einem oder beiden Beinen und zu einer fast unerträglichen Unruhe. Die Symptome treten typischerweise dann auf, wenn sich der Körper entspannt und zur Ruhe kommt, also meist abends vor dem Einschlafen.

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Wie entsteht RLS?

Etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sind vom "Syndrom der ruhelosen Beine" betroffen. Prinzipiell kann das Syndrom in jedem Lebensalter auftreten. Die genauen Ursachen von RLS sind zwar nicht bekannt, allerdings unterscheidet man zwei Formen mit möglichen Auslösern:

Primäres Restless-Legs-Syndrom

  • genetische Veranlagung

Sekundäres Restless-Legs-Syndrom  

Mögliche Ursachen für die sekundäre Form der Erkrankung sind u.a.:

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Welche Anzeichen gibt es für das Restless-Legs-Syndrom?

Die Symptome des RLS können sich von Patient zu Patient unterscheiden. Dennoch gibt es charakteristische Merkmale. Dazu gehören:

  • Bewegungsdrang und Unruhe: Betroffene verspüren meist ein Kribbeln, Prickeln oder stechendes, brodelndes, manchmal auch schmerzhaftes Gefühl tief in den Beinen (seltener auch in den Armen). Der Bewegungsdrang ist häufig so stark ausgeprägt, dass Betroffene ihre Beine ständig bewegen oder massieren müssen. Ruhiges Sitzen oder Liegen wird durch das Unruhegefühl in den Gliedmaßen unmöglich. Bei einem stark ausgeprägten RLS kann es auch zu unwillkürlichen Muskelzuckungen kommen.
  • Beschwerden vor allem in entspanntem Zustand: Die Beschwerden treten vor allem im Ruhezustand, insbesondere beim Einschlafen oder während des Schlafs auf.
  • Schlafstörungen: Die Symptome verschlimmern sich meist gegen Abend und nachts, wodurch es zu Ein- und Durchschlafproblemen kommt.
  • Bewegung hilft: Typischerweise verschafft körperliche Aktivität und das Bewegen der Beine (z.B. beim Aufstehen oder Umhergehen) kurzfristige Erleichterung und Linderung.

Wenn du vermutest, dass du unter dem Restless-Legs-Syndrom leidest und einige der oben genannten Anzeichen auf dich zutreffen, solltest du am besten einen Neurologen aufsuchen und die genaue Ursache abklären lassen.

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Wie wird RLS behandelt?

Die Schlaf- und somit die Lebensqualität der Betroffenen steht bei der Behandlung von RLS im Vordergrund. Je nach Schweregrad der Erkrankung werden dazu verschiedene Medikamentengruppen eingesetzt.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Behandlung des Restless-Legs-Syndrom

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