Schlaf

Ärger mit der Sommerzeit: Wie unsere innere Uhr tickt

Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, ausschlafen zu können: Die Sommerzeit ist gekommen, um zu bleiben. (Zumindest für die nächsten Monate.)

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Die Sommerzeit raubt uns den Schlaf.
amriphoto / iStock

Dass wir eine innere Uhr haben, fällt uns meistens nur zur Zeitumstellung auf. Deshalb wird die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit auch "Jetlag des kleinen Mannes" genannt. Kommenden Sonntag, exakt um 2 Uhr früh, ist es wieder soweit: Wir stellen die Uhren eine Stunde vor und bringen damit unseren "zirkadianen Rhythmus" ziemlich durcheinander.

Das liegt nicht nur daran, dass Menschen mit geregelten Schlafenszeiten eine Stunde ihres verdienten Nachtschlafs verlieren: Unsere biologischen Funktionen sind abhängig von unserem Tagesrhythmus, insbesondere vom Wechsel zwischen hell und dunkel.

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Müde und schlapp

  • Blutdruck,
  • Pulsfrequenz,
  • Körpertemperatur
  • und die Ausschüttung von Hormonen müssen sich an die veränderten Bedingungen anpassen.

Im Normalfall geschieht das unmerklich: Jeden Tag ein Stückchen, parallel zum Wechsel der Jahreszeiten. Die Zeitumstellung greift jedoch massiv in diesen Ablauf ein. Eine ganze Stunde auf einmal – das muss das "System Mensch" erst einmal verarbeiten können! In der Früh fühlen wir uns jetzt müde und schlapp. Die Ausschüttung von Melatonin hat sich noch nicht umgestellt, der Glukokortikoidspiegel ist zu niedrig. Dafür können wir abends nicht einschlafen, weil Blutdruck und Puls noch im "Hell-Rhythmus" laufen.

Kleiner Trost: So geht es allen! Geben Sie sich Zeit. Spätestens nach vier Tagen ist der Ausnahmezustand vorbei.

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Was Leben gegen die innere Uhr auf Dauer anstellen kann, zeigt dieses Video:

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