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Figging-Fetisch: Erotischer Ingwer-Sex für bessere Orgasmen?

Was? Sich mit einem Ingwerstück befriedigen lassen? Ja, das gibt es tatsächlich und soll auch noch intensivere Orgasmen bescheren! Empfehlenswert ist das aber nicht unbedingt.

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Frau mit Ingwer für Figging
b-d-s / iStock

Im Bett ab und zu etwas Neues auszuprobieren, ist für Pärchen in einer frischen oder auch langjährigen Beziehung total normal. Immer mehr Experimentierfreudige setzen nun auf den Figging-Fetisch, der angeblich intensivere Orgasmen beschert.

Warnung: Figging kann je nach Empfindsamkeit starke Schmerzen verursachen. Bei anhaltenden Beschwerden oder gesundheitlichen Problemen suchen Sie bitte einen Arzt auf.

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Mehr Lust durch schmerzvolle Penetration…?

Figging-Fetisch kommt aus der BDSM-Szene und beschreibt die Penetration mit einem Ingwerstück. Normalerweise dient er als eine Art Bestrafung für unterwürfige Partner, mittlerweile wollen Pärchen die erotisierende Wirkung des Ingwers aber auch abseits von Maßregelungen auskosten. Die ätherischen Öle der Pflanze regen die vaginale oder je nach Anwendungsort anale Schleimhaut an. Dies führt dazu, dass ein warmes Gefühl oder Brennen in den Geschlechtsteilen wahrgenommen wird. Die Schleimhaut wird besser durchblutet, weshalb es dadurch zu einem intensiveren Höhepunkt kommen kann. Der Effekt des Ingwers hält nach der Entfernung des "Pflanzen-Plugs" 20 bis 30 Minuten, bis hin zu einigen Stunden an.

So funktioniert Figging: 

  • Damit die Penetration (anal oder vaginal) ausgeführt werden kann, muss ein Ingwerstück geschält und zurechtgeschnitzt werden. Dabei wird häufig die Form eines Dildos gewählt. Wichtig: Das untere Ende des Ingwers muss etwas dicker sein, um als Haltegriff zu dienen, damit er nicht zu weit in den Anus oder in die Vagina rutscht. Der Ingwer darf keinesfalls zuerst anal und dann vaginal eingeführt werden, sonst droht Infektionsgefahr.
  • Wer keinen Ingwer zurechtschneiden will, kann auch Ingwerpulver verwenden. Dafür werden die Klitoris, Schamlippen, Brüste oder die Eichel mit Spucke befeuchtet und danach mit dem Ingwerpulver bestreut.

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Ist Figging gefährlich?

Wird Figging achtsam durchgeführt, droht keine große Verletzungsgefahr. Trotzdem gilt es nicht als empfehlenswert, da gesundheitliche Schäden entstehen können.

  • Wer sich wirklich dazu entschließt den Ingwer-Sex auszuprobieren, sollte sich bewusst sein, dass es womöglich (etwas länger) weh tun wird. Jeder von uns hat eine andere Schmerzgrenze, bereden Sie mit Ihrem Partner Schritt für Schritt wie Sie vorgehen möchten.
  • Beim Zurechtschneiden des Ingwers sollte darauf geachtet werden, dass der Plug eine glatte Oberfläche hat. Spitze Ecken und Enden können im Intimbereich kratzen und zu kleinen Wunden führen, in die Keime eindringen können. Außerdem darf der Plug (bei analer Anwendung) nicht zu weit in den Darm geschoben werden, das könnte zu Komplikationen bis hin zu einem Krankenhausaufenthalt führen – deshalb ist ein robuster Haltegriff wichtig.
  • Nach dem Analgebrauch darf der Ingwer-Plug wie erwähnt nicht in die Vagina gesteckt werden! Das kann durch übertragene Bakterien zu Entzündungen führen.
  • Wer den Ingwer schnitzt oder hält, muss sich danach die Hände waschen! Bei nachträglichem Kontakt mit den Augen kann es zu Reizungen kommen.
  • Beanspruchen Sie Ihre intime Schleimhaut nicht zu sehr! Das kann zu Entzündungen führen, deshalb sollten Sie vor dem nächsten Figging ein paar Tage pausieren. Treten allergische Reaktionen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen!
  • Wie auch beim herkömmlichen Geschlechtsverkehr ist bei BDSM-Spielen die Zustimmung des Partners essenziell! Respektieren Sie die Grenzen Ihres Gegenübers und überlegen Sie sich ein Safeword, welches den Abbruch des Ingwers-Sex signalisiert.

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Mehr über Figging erfahren Sie auch in unserem Video:

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