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Was steckt hinter dem Furry-Fetisch?

Menschen, die sich gerne als Tiere verkleiden werden als Furries bezeichnet. Was hinter dem bizarren Trend steckt, lesen Sie hier.

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Was steckt hinter dem Furry-Trend?
Sergey_T / iStock

Viele Personen lieben es sich zu verkleiden und ein Alter Ego anzunehmen. Die meisten von uns machen dies entweder zu Fasching (Karneval) oder Halloween. Die Faszination der Maskerade geht bei den sogenannten "Furries" jedoch so weit, dass sie sich auch abseits von Feierlichkeiten regelmäßig als Tiere oder Fabelwesen verkleiden. Doch was genau steckt hinter diesem Trend und wie kann man sich das ganze als Sex-Praktik vorstellen?

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Das Internet als sicherer Ort, um sich auszuleben

Ein Mensch, der sich gerne als Tier verkleidet, wird als "Fursona" bezeichnet. Er genießt es eine andere Persönlichkeit anzunehmen und sich mit weiteren Furries darüber auszutauschen. Nicht nur online, sondern auch im realen Leben, finden die Verkleidungs-Liebhaber Gleichgesinnte und neue Freunde.

Doch nicht jeder hat den Mut sich im realen Leben als Furry zu äußern und ist daher lieber in der digitalen Welt unterwegs. Dafür ist aber auch kein "Fursuit", also ein Fellanzug nötig. Menschen, die von dieser Art des Rollenspiels begeistert sind, können sich eine Persona überlegen und in verschiedenen Foren surfen. Oft reicht es, wenn sie angeben, Fans des Anthropomorphismus zu sein. Darunter versteht man die Übertragung von menschlichen Eigenschaften auf Tiere, Götter, Naturgewalten & Co.

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Unberechtigte Vorurteile

Wer den Begriff Furry hört, denkt oft an Menschen, die sich beim Sex in enge Tierkostüme zwängen. Das ist hier aber eher selten der Fall: Viele Furries betrachten das Verkleiden nur als Hobby und verbinden es wenig mit Lust und Erotik. Natürlich nehmen einige Furry-Anhänger ihre Vorlieben auch mit ins Schlafzimmer, generell sei diese Praktik aber eher unüblich, wie Keenora im nachfolgenden YouTube-Video erklärt. Laut dem Furry-Fan wäre es sehr schwer, sich in einem Fursuit sexuell zu betätigen. "Es ist heiß, man schwitzt und kann kaum etwas sehen", beschreibt der junge Mann:

In erster Linie verkleiden sich Furries, um der Realität zu entfliehen. Haben sie ihr Kostüm an und gehen damit auf die Straße, können sie sein, wer sie wollen. Genau das macht das Furry-Dasein so interessant.

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Ein Ventil für die Kreativität

Wer sich in eine andere Persönlichkeit versetzt, denkt sich häufig ein neues Leben oder neue Charaktereigenschaften für seine Figur aus. Sich als Fabelwesen oder Tier zu verkleiden, gibt den Fans die Möglichkeit Dinge auszuleben, die im "normalen" Leben unvorstellbar wären. Viele Furry-Fans nähen ihre eigenen Kostüme oder kaufen diese von anderen "Fursuit"-Herstellern. Der Preis solcher Anzüge liegt zwischen 600-7.000 Euro.

  • Der Furry-Trend kommt aus den USA und umfasst grundsätzlich Cartoonfiguren wie Mickey Mouse oder Bugs Bunny, die ein menschenähnliches Verhalten haben.
  • Mit der Zeit wurde der Begriff auch auf ausgedachte Charaktere und tierähnliche Wesen ausgeweitet (z.B.: Kombination aus Hai und Tiger etc.), der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
  • Im Internet finden sich auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram & Co unzählige Gruppen und Veranstaltungen für die Furry-Community.

Der YouTuber AnthonyPadilla verbrachte einen Tag lang mit Anhängern aus der Furry-Szene. Wie dieser Tag ablief und was die Furries zu erzählen hatten, sehen Sie im nachfolgendem Video:

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