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Squirting: Der spritzige Orgasmus der Frau

Wie bitte? Frauen können genauso wie Männer ejakulieren? Wir verraten Ihnen alles über Squirting.

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Die weibliche Ejakulation wird Suqirting genannt.
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Einige Frauen schämen sich dafür, andere lassen ihren Flüssigkeiten freien Lauf: Die Rede ist von Squirting, welches dazu führt, dass manche Frauen beim Höhepunkt "abspritzen". Was genau dahintersteckt und ob man squirten lernen kann, erfahren Sie hier.

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Nicht jede Frau kann squirten

Eines gleich vorweg: Nicht jede Frau kann squirten und das ist auch absolut nicht notwendig, um einen grandiosen Orgasmus zu erleben. Ob eine Frau ejakulieren kann oder nicht, hängt größtenteils von ihrer Anatomie ab. Bei der Penetration wird die Zone entlang der Harnröhre stimuliert, wo sich angeblich auch der G-Punkt der Frau befinden soll. Dabei wird das weibliche Ejakulat gebildet, welches eine weiß-milchige Konsistenz hat und von den Skene-Drüsen in der Scheide produziert wird. Kommt es daraufhin zum Orgasmus und ist die Partnerin in der Lage zu squirten, tritt das weibliche Ejakulat aus den Öffnungen der Harnröhre und der Vulva aus. Bis heute glauben viele Männer und Frauen, dass es sich beim Squirting lediglich um das Austreten von Urin handelt. Eine Studie beweist jedoch, dass diese Annahme nicht ganz stimmt:

  • 2015 untersuchten französische Wissenschafter die "Squirting-Ejkulation" von sieben Frauen und entdeckten, dass sich diese aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten zusammensetzt.
  • Der erste (manchmal schwallartige) Erguss war eine sehr dünnflüssige und durchsichtige Flüssigkeit, die unter anderem Kreatinin, Harnstoff und -säure enthielt. Diese Substanzen sind ebenfalls in Urin zu finden.
  • Die zweite Flüssigkeit ist das weibliche Ejakulat, welches bei Erregung in der Vagina gebildet wird. Dieses wies sogar eine gewisse Menge an Glukose (Zucker) auf, welches von den Spermien als Energielieferant genützt wird und den Weg zur Eizelle erleichtern soll.
  • Die "Squirtingmenge" kann einige Tropfen bis 250 Milliliter ausmachen. "Wild ejakulierende" Frauen aus Pornofilmen sind im realen Leben daher eher die Ausnahme.

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Abspritzen mit der "Kunyaza"-Technik?

Ob Squirting geübt oder erlernt werden kann, ist für einige Experten noch unklar. Tatsächlich soll es jedoch "Ejakulations-Workshops" geben, die Frauen das Squirten näherbringen möchten. Eine Cosmopolitan-Redakteurin schreibt in der Online-Ausgabe des Magazins über ihre spritzigen Erlebnisse – den Erfahrungsbericht finden Sie hier.

In Afrika wird gibt es unter anderem eine bekannte Sexualtechnik, die das Squirten der Frau verstärken soll:

  • Die "Kunyaza"-Technik heißt übersetzt "zum Urinieren bringen" und soll der Frau zudem multiple Orgasmen bescheren. Dafür zieht der Mann den vom Vaginalsekret angefeuchteten Penis aus der Scheide und hält ihn zwischen zwei Fingern fest.
  • Anschließend klopft er ganz sanft und rhythmisch mit der Eichel auf den kleinen Schamlippen, dem Scheidenvorhof sowie der Klitoris der Frau. Wird das Klopfen und Reiben über die gesamte Vulva kombiniert, verstärkt es die Erregung der Partnerin. Spreizt die Liebste zusätzlich ihre Schamlippen, kann es das Gefühl verstärken und soll zum Squirting führen.

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Alles was zählt, ist das gute Gefühl

Falls Sie also beim Höhepunkt häufiger nasse Flecken im Bett hinterlassen, dann brauchen Sie nicht dafür zu schämen! Squirting ist etwas ganz Natürliches und sollte nicht unterdrückt werden. Sprechen Sie ganz offen mit Ihrem Partner über Ihre Bedenken und machen Sie Ihren Standpunkt klar – wer weiß, vielleicht steht Ihr Liebster sogar mehr auf die feuchte Überraschung als Sie glauben.

Wer beim Geschlechtsverkehr keinen extrem "feuchten Orgasmus" erlebt, muss sich ebenfalls keine Sorgen machen. Ob eine Frau squirten kann oder nicht, ist kein Indikator dafür, ob sie bessere oder schlechtere Orgasmen hat. Das Wichtigste ist, dass sich beide Partner beim Sex wohlfühlen und die Zweisamkeit genießen.

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