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Penetration mit der Faust: Was ist Fisting & wie funktioniert es?

Fisting ist eine Sexualpraktik, bei der die Vagina oder der Anus mit der Faust penetriert wird.

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Fisting beschreibt eine Sexualpraktik aus der SM-Szene
jchizhe / iStock

Haben Sie schon einmal von dem Sex-Fetisch "Fisting" gehört? Während sich einige fragend den Kopf kratzen, schütteln andere angewidert den Kopf. Doch warum eigentlich? Bei Fisting handelt es sich um eine Sexualpraktik, die das Einführen der gesamten Hand in die Vagina oder den Anus beschreibt. Was genau dahintersteckt und worauf man bei der Praktik achten sollte, lesen Sie hier.

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Mehr Orgasmen durch Fisting?

Eines gleich vorweg: Fisting funktioniert nur mit sehr viel Gleitgel. Alles andere wäre sehr schmerzhaft. Vielleicht fragen Sie sich gerade, wie man Fisting erregend finden kann. Immerhin befindet sich eine ganze Faust in der intimsten Stelle des Körpers. Wer die Sexualpraktik jedoch richtig durchführt, kann davon durchaus profitieren.

Manche Fisting-Fans erleben dadurch intensivere Orgasmen oder berichten von dem unglaublich erregenden Gefühl "ausgefüllt" zu sein: "(…) Ich war neugierig, denn das Gefühl, meine Partnerin so tief in mir zu haben, sie ganz in mich eindringen zu lassen und ihr zu zeigen, wie sehr ich sie will, stellte ich mir als wunderschönes Erlebnis vor", schreibt ein Fisting-Fan in dem Online-Magazin bento.

Auch das Gefühl "weit ausgedehnt" zu werden und die Wärme im Körper seines Partners zu fühlen, kann sehr befriedigend sein. Der Mythos, dass die Vagina durch die Sexualpraktik "ausgedehnt" werden kann, ist nicht korrekt. Natürlich kann die Scheide nach mehrmaligen Fisten (und Geburten!) geweiteter sein, dennoch ist ein direktes "Ausleiern" nicht möglich.

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So funktioniert Fisting

Beim Fisting muss definitiv darauf geachtet werden, nicht die gesamte Faust in die Vagina oder den Anus einzuführen. Fisting wird Schritt für Schritt durchgeführt, also werden anfangs nur ein paar Finger und dann der Handrücken in die Körperöffnung eingeführt. Erst in der Scheide oder dem Anus wird die Hand zu einer Faust geformt! Damit es nicht zu Verletzungen der Schleimhäute kommt, sollte der aktive Part auf kurz geschnittene Fingernägel achten.

  • Tipp: Wie das Lifestyle-Portal Refinery29 beschreibt, sollten Sie Ihre Finger und den Daumen zu einer Art "Schnabel" formen. Fangen Sie also mit einem Finger an, dann zwei, dann drei und versuchen Sie anschließend den "Schnabel" in die Öffnung zu schieben. Ihr Partner sollte währenddessen tief einatmen, um das "Hineingleiten" zu erleichtern.
  • Beim Hinausziehen der Hand hilft es, wenn der "Gefistete" leicht hustet, um die vaginalen oder analen Muskeln zu lockern und die Faust bzw. Hand von selbst "hinauszuhusten". So kann das Risiko möglicher Verletzungen gesenkt werden.

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Das sollte man beim Fisting beachten

  • Vertrauen: Jemanden zu fisten, oder selbst gefistet zu werden, verlangt sehr viel Vertrauen. Genau deshalb, sollte diese Sexualpraktik nur mit einer Person durchgeführt werden, mit der Sie schon seit längerer Zeit liiert sind oder öfter verkehren. Wer, egal ob als aktiver oder passiver Part, nicht absolut entspannt bei der Sache ist, sollte die Sexualpraktik lieber sein lassen. Ganz wichtig: Beide Partner sollten mit dem Fisting einverstanden sein! Sprechen Sie über Ihr Vorhaben und wie die Praktik ablaufen soll.
  • Infektionen: Ohne Gleitgel wird beim Fisting nichts funktionieren. Greifen Sie lieber zu silikonbasierten Gleitmittel, da Produkte auf Wasserbasis sehr klebrig sein können. Zudem sollten Sie Handschuhe verwenden, um das Absorbieren des Gleitgels durch die Haut sowie das Eindringen möglicher Krankheitserreger zu vermeiden.
  • Üben, üben, üben: Besonders bei den ersten paar Versuchen könnte es sein, dass das Fisting nicht ganz reibungslos funktioniert. Nehmen Sie sich genug Zeit und führen Sie alle Bewegungen langsam aus.
  • Genug ist genug: Achten Sie stets auf die Körpersprache Ihres Partners bzw. signalisieren Sie Ihrem Liebsten, wenn Sie große Schmerzen verspüren oder sich unwohl fühlen. Im Notfall sollten Sie die Sexualpraktik abbrechen und mit Ihrem Partner über das Erlebte nochmal sprechen. Wie auch bei allen anderen sexuellen Handlungen, soll das Fisting an erster Stelle Spaß machen und gut tun!

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