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"Apocalypsing" als Single: Verliebt, verlobt verheiratet bevor die Apokalypse naht?

Corona bringt unabhängige Singles dazu, ihre Freiheit gegen Stabilität zu tauschen. Was der Dating-Trend "Apocalypsing" damit zu tun hat, erfährst du hier.

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Apocalypsing als neuer Corona-Dating-Trend
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Das Ende naht und mit ihm ein neuer Dating-Trend: Beim "Apocalypsing" stürzt sich die Generation Z in Beziehungen, als ob der Menschheit schon bald eine Apokalypse bevorstehen würde. Bindungsprobleme scheinen der Vergangenheit anzugehören, alles was zählt, ist die ungewisse Zukunft mit einem sicheren Partner zu verbringen. Wir klären dich auf, was es mit "Apocalypsing" auf sich hat.

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"Apocalypsing": Stabilität statt Singledasein

Das letzte Corona-Jahr hat das Dating-Leben von uns allen auf den Kopf gestellt. Besonders junge Generationen tummeln sich unter normalen Umständen gerne in Clubs: Die einen tun es, um neue Bekanntschaften zu machen, die anderen schweben mit der Hoffnung auf die wahre Liebe ins Nachtleben. Völlig egal, welcher Kategorie du vor diesen verrückten Zeiten angehört hast, nun formiert sich Corona-bedingt eine neue Bewegung in der Dating-Welt. Beim "Apocalypsing" sind Betroffene auf der Suche nach einer ernsten Beziehung und zwar so schnell wie möglich. Denn Corona hat uns einmal mehr bewiesen: Zeit ist so kostbar, wie die Nähe zu unseren Mitmenschen. Deshalb gilt es keine Minute mehr zu verschenken, nun werden Nägel mit Köpfen gemacht!

Laut einer Umfrage der Dating-Plattform "Plenty of Fish", an der 2000 US-Amerikaner teilnahmen, kennen ein Drittel der Singles jemanden, der den Trend "Apocalypsing" angewendet hat, wobei fast ein Drittel zugibt, es selbst zu tun.

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"Fix zam" dank Corona?

Kinder- und Heiratswünsche beim ersten Date bereden? Was früher ein No-Go war, spielt bei dem neuen Dating-Trend eine wichtige Rolle. "Apocalypsing" ist die Antwort auf eine Pandemie, in der man nichts dem Zufall überlassen darf. Doch warum scheint die Generation Z plötzlich geheilt von ihrer Beziehungsunfähigkeit? Die Psychologin und Ehetherapeutin Danielle Forshee führt dieses Verhalten im Interview mit "Refinery29" auf den Mangel an sozialen Kontakten zurück. Menschen stürzen sich in Beziehungen, als ob es ihre letzte wäre, das Bedürfnis nach Bindung ist wieder hoch im Kurs.

"Aufgrund von COVID sind unsere Kontakte zu anderen stark eingeschränkt, was uns die Möglichkeit nimmt, die emotionalen und physischen Beziehungen zu pflegen, die wir als Menschen brauchen", sagt Dr. Forshee. Wenn also seit Monaten Flaute im Liebesleben herrscht, kann es durchaus sein, dass wir uns schneller verlieben. Genau so kann es jedoch dazu kommen, dass wir Warnsignale übersehen und Partner akzeptieren, die wir normalerweise schon in den Wind geschossen hätten. Die Expertin empfiehlt deshalb, trotzdem mit kritischem Auge neue Bekanntschaften zu schließen und es lieber langsam anzugehen, bevor die Hochzeitsglocken läuten. "Wenn wir uns einsam fühlen und uns emotionale Nähe wünschen, sollten wir uns auf unsere seelischen Stützen (z.B. in der Familie) konzentrieren, und nicht auf jemanden, der neu oder nur für den Moment ist."

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