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Darum ist der neue Dating-Trend "Cushioning" reine Selbstsabotage

Bei Verlustängsten in der Beziehung möchtest du lieber einen Reserveplan parat haben? Darum löst der neue Dating-Trend "Cushioning" deine Probleme nicht!

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So fies ist der Dating-Trend
skynesher / iStock

"Wokefishing", "Flashpanning" oder "Whelming": Oftmals bahnen sich fiese Dating-Trends ohne Vorwarnung in unserem Liebesleben an. Dass damit nicht selten Verlustängste in zukünftigen Beziehungen einhergehen, ist kein Geheimnis. Und schon ist eine neue Dating-Masche geboren: Beim "Cushioning" haben Täter große Angst von ihrem Partner fallen gelassen zu werden, weshalb sie sich mit einer Art "Reserve" absichern möchten. Wir verraten dir was hinter dem schrecklichen Dating-Trend steckt.

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Was ist "Cushioning"?

Viele Menschen haben große Angst vor dem Alleinsein, sodass sie sich schnell in die nächste Beziehung stürzen. Doch für manche Personen reicht selbst diese Art von Sicherheit nicht aus, neben der monogamen Partnerschaft hält sich der Übeltäter noch weitere "Lückenfüller" warm. So hat er einen Polster (im Englischen "cushion") parat, der ihn im Falle einer Trennung "abfedert".

Dabei passiert das "Warmhalten" meist eher auf emotionaler und nicht körperlicher Ebene. "Zwar betrügen die Täter nicht unbedingt körperlich, aber sie legen ein Verhalten an den Tag, das möglicherweise ein romantisches Interesse bei anderen erweckt, weshalb sie es ihrem Partner wahrscheinlich verheimlichen.", so Dating Coach Tennesha Wood gegenüber Refinery29.

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"Cushioning" als Selbstschutz löst das Problem nicht

Die Expertin der Beziehungs-App "Clarity" Maria Sosa führt den Dating-Trend auf die Grundbedürfnisse des Menschen zurück, weil wir immer versuchen Liebe zu erhalten und Schmerz zu vermeiden. "Es ist die Furcht, dass die Beziehung nicht funktionieren wird. Sobald man auf dieser Angst baut, hat man die Partnerschaft im Grunde schon zum Scheitern verurteilt, weil man daran denkt, wann sie endet.", erklärt Sosa gegenüber Refinery29.

"Cushioning" ist demnach eine Art Schutzmechanismus, der uns vor eventuellen Verletzungen schützen soll. Ebenso meint Sosa, dass "Cushioning" während der Dating-Phase noch durchaus nachvollziehbar ist. Sobald sich die zwei Menschen jedoch auf eine Verpflichtung einlassen, ist "Cushioning" nicht mehr vertretbar. Denn wer ehrlich zu sich selbst ist, weiß:

  • Die Wurzel des Problems liegt oftmals nicht bei einer möglichen Zurückweisung des Partners, sondern viel eher bei einem selbst. Demnach wird das "Cushioning"-Spiel solange weitergehen, bis man bereit ist mit dem Partner an seinen Ängsten zu arbeiten.
  • Das offene Gespräch zu einem distanzierten Partner zu suchen oder als der Besorgte auf sein Gegenüber zuzugehen, ist zumeist schon der erste wichtige Schritt, um diesen Verlustängsten entgegenzuwirken. Hier liest du, wie du trotz schwieriger Vergangenheit in einer neuen Partnerschaft Vertrauen aufbauen kannst.

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