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Verknotete Sexualpraktik: Wie funktioniert Shibari?

Die Sexualpraktik Shibari soll die Liebesbeziehung stärken, indem man sich gegenseitig fesselt.

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Shibari
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In der erfolgreichen Netflix-Datingshow "Finger weg" ("Too hot to handle") konnten die Kandidaten den Fessel-Fetisch "Shibari" ausprobieren, um ihre Beziehungen zu vertiefen und einander mehr zu vertrauen. Seitdem fragen sich immer mehr Zuschauer, was genau hinter der Sexualpraktik steckt.

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Was ist Shibari?

Bei Shibari handelt es sich um ein japanisches Fesselspiel, welches auch Japan-Bondage genannt wird. Dabei geht es vor allem um "erotische Kunst", mit der der Partner festgebunden wird. Der eigentliche Ursprung von Shibari liegt in der traditionellen polizeilichen und militärischen Fesseltechnik. Die Sexualpraktik wird gern als Vorbereitung für weitere Sadomaso-Handlungen genutzt.

Bei Shibari steht vor allem die Ästhetik im Vordergrund, die durch mehrere Knoten betont wird. Der Partner, der sein Gegenüber fesselt, wird als Rigger bezeichnet. Den passiven Part, der der gefesselt wird, nennt man (Rope-)Bunny.

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MadKruben/iStock

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So funktioniert Shibari

  • Es gibt unzählige Fessel-Arten, um sein Gegenüber festzubinden. So können beispielsweise nur die Brüste oder die Generalien des Bunnys gefesselt werden. Dabei soll durch die Knotentechnik entweder die komplette Bewegungsfähigkeit genommen oder die Kurven des weiblichen Körpers untermalt werden.
  • Bei der Praktik werden Hanf- oder Juteseile verwendet. Vor ihrem Einsatz behandelt man die Seile meist mit Öl, um sie weicher und geschmeidiger zu machen. Wer kein Öl zur Hand hat, kann die Seile auch 15-20 Minuten in den Wäschetrockner legen.
  • Vorsicht bei der Dosierung des Öls! Zu viel des Guten macht das Seil rutschig. Das könnte in der Praxis schnell gefährlich werden! Ist das Seil zu ölig, dann sollte man es nochmal ohne Wasch- oder Reinigungsmittel waschen.
  • Fortgeschrittene Shibari-Kenner können auch Panikhaken, Holzstäbchen und Bambusrahmen für die Praktik verwenden.

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Warum ist Shibari so beliebt?

Zwischen Shibari und herkömmlichem Bondage gibt es einige Unterschiede. Der Hauptunterschied besteht jedoch darin, dass Shibari kein Mittel zum Zweck ist. Es geht nicht darum, jemanden zu zwingen, etwas zu tun. Beim Japan-Bondage stehen vor allem die Gefühle und die Bindung der Partner im Mittelpunkt.

  • Der Prozess des Bindens ist die Reise des Riggers und des Bunnys: Vom ersten Moment, in dem man die Seile in die Hand nimmt, bis zum letzten Moment, in dem das Seil den Körper des Bunnys verlässt.
  • Bei dieser Sexualtechnik geht es also um Vertrauen, Macht, Erotik und Wehrlosigkeit, aber auch um gegenseitige Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Leidenschaft.

Shibari kann also durchaus dazu beitragen, seinen Partner besser zu verstehen und die Beziehung zu vertiefen.

In diesem Video erfahrt ihr mehr über Shibari:

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