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Studie nach einem Jahr Corona: Wie hat sich die Pandemie auf unser Datingverhalten ausgewirkt?

Was politische Ansichten, Fernbeziehungen und COVID-Schutzmaßnahmen für Singles gemeinsam haben? Das verrät eine Studie der Dating-Plattform "OkCupid".

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Studie: Wie wirkt sich Corona auf unser Dating aus?
Artem Zakharov / iStock

Ein Jahr Corona-Pandemie: Was das für Singles bedeutet? Ein Jahr ohne Club-Bekanntschaften, ein Jahr ohne One-Night-Stands und ein Jahr ohne zwanglose Dates. Wenn das soziale Leben heruntergefahren wird, bleibt Alleinstehenden nichts anderes übrig, als auf virtuelle Alternativen umzusteigen. Doch neben den physischen Barrieren haben sich auch die persönlichen Werte, Vorlieben und Gesprächsthemen der Singles verändert. Das zeigt eine weltweite Studie der Dating-Plattform "OkCupid".

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Was bewegt die Corona-Generation in Sachen Liebe?

Seichte, oberflächliche Matches waren gestern: Was Singles aus aller Welt heute wichtig ist, geht weit über den Small Talk hinaus. Seit Beginn der Pandemie stellt die Dating-Plattform "OkCupid" ihren Nutzern Fragen wie "Glaubst du, dass es wichtig ist, erst eine emotionale Verbindung mit jemanden einzugehen als eine physische?" oder "Würdest du zu jemandem 'Ich liebe dich' sagen, den du noch nie persönlich getroffen hast?". Über 18 Millionen Antworten lassen darauf schließen, dass das Singledasein in Zeiten von COVID nicht mehr das ist, was es noch vor einem Jahr war. Wenngleich die Ergebnisse kultur- und ortsabhängig sind, so zeigen sich durchaus signifikante Tendenzen in Bezug auf das Datingverhalten der Corona-Generation. Was politische Ansichten, COVID-Schutzmaßnahmen und Fernbeziehungen gemeinsam haben? Sie alle sind hoch im Trend und auf fast jeder Gesprächsagenda von Singles zu finden.

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Ein Jahr später: So daten Singles in Zeiten von Corona

Doch nun sprechen wir endlich Klartext: Wie hat sich die Pandemie auf unser Datingverhalten ausgewirkt?

  • Let's talk about COVID: Was alle Singles der Welt gemeinsam haben, ist ihr Bedürfnis über die Pandemie zu sprechen. Während die Erwähnungen von "Coronavirus" auf "OkCupid"-Profilen zwischen März und Dezember 2020 um 32% stiegen, verzeichnet das Wort "Impfstoff" zwischen November und Dezember einen noch deutlicheren Anstieg von 64%. Auch das Wort "Maske" wird mit eine Anstieg von 185% deutlich häufiger erwähnt als im Vorjahr.
  • Selbst ist die Frau: Das Leben ist zu kurz, um auf den Märchenprinzen zu warten. Zu dieser Erkenntnis kamen nun auch junge Frauen der Dating-Plattform. So ergriffen weibliche Userinnen unter 30 Jahren deutlich häufiger die Initiative: Im Vergleich zum Vorjahr machten 28,5% mehr Frauen den ersten Schritt. Warum dieser Trend Corona überdauern sollte, liest du hier.
  • Politische Gemeinsamkeiten: Politische Ansichten gehören mittlerweile zu den Grundsätzen in Sachen Liebe. Wenngleich die politischen Überzeugungen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewannen, so bekam dieser Trend mit Corona nochmal einen Aufschwung. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 wollten 53% der Singles kein Date mit jemanden eingehen, der gegensätzliche, politische Ansichten hatte. 2021 sind es 70%. Politische Überzeugungen sind den Usern sogar wichtiger als guter Sex.
  • Fernbeziehungen sind kein Hindernis: Mehr als 90% der "OkCupid"-User wollen nach der Pandemie Nägel mit Köpfen machen, anstatt unbedeutende Beziehungen zu verfolgen. Auch die Distanz ist dabei kein Hindernis mehr: Fast zwei Millionen Menschen gaben an, dass sie einer Fernbeziehung offen gegenüberstehen. Tatsächlich wird man dadurch noch begehrenswerter auf der Dating-Plattform und kommt häufiger ins Gespräch.
  • Impfen ist sexy: Vier kleine Worte, die Single-Herzen höherschlagen lassen: "Ich lasse mich impfen." Was vor einem Jahr keine Rolle spielte, hat heute höchste Priorität. Denn wer auf die Frage "Wirst du dich gegen COVID-19 impfen lassen?" mit "Ja" geantwortet hat, erhält 13% mehr Likes und 2,3% mehr Matches. Jeder dritte User würde ein Date verweigern, wenn der Match sich nicht impfen lassen möchte und 215.000 Menschen würden Nein zu einem Date ohne Mindestabstand sagen. Es zeigt sich: Wer die Vorsichtsmaßnahmen nicht ernst nimmt, ist schnell weg vom Fenster.

 

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