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Vaginal-Steaming — Was hat es mit dem Vaginal Dampfbad auf sich?

Ein Dampfbad für die Vagina klingt doch nach einer tollen Entspannung. In Wahrheit birgt Vaginal-Steaming aber Gefahren in sich.

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Maryviolet / iStock

Ein Dampfbad sollte für dich nur in Frage kommen, wenn du dazu bereit bist dich für längere Zeit in einem Meer aus Dampfwolken aufzuhalten. Bei einem nahezu 100 prozentigem Luftfeuchtigkeitsanteil ist dein Körper dabei von einem dichten und aromatischen Nebel umzingelt. Das Hitzeerlebnis gibt es seit Längerem aber auch für deine Vagina. Vaginal-Steaming, o.Ä Yoni-Steaming, ist eine Praxis, die bereits seit Jahrzehnten in gemischten Kulturen durchgeführt wird. Das Dampfbad mag im asiatischen Raum und teilen Afrikas als lang gepflegte Tradition existieren, doch die Anpassung vom vaginalen Dampfbad im westlichen Raum führt bei manchen Experten zum Stirnrunzeln.

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Wie funktioniert Vaginal-Steaming?

  • In einem großen Topf kochst du Wasser, dem du mehrere Esslöffel getrocknete Kräuter hinzufügst. Einige Favoriten wären Kamille, Lavendel und je nach Laune auch Rosmarin. Nach dem köcheln lässt du die Brühe mit geschlossenem Deckel abkühlen bis sie nur noch angenehm warm ist.

Nun geht's auch schon los mit dem Dampfbad:

  • Lege deinen abgekühlten Topf am Boden und setze dich mit leicht geöffneten Beinen auf die Kante eines Stuhls hin (natürlich ohne Unterhose). Damit das Ganze auch einen Sinn hat, solltest du eine dicke Decke über deinen Schoß bis zum Boden legen, so kann dir auch kein Dampf entweichen.
  • Nach deinem etwa 20 minütigen Dampfbad solltest du dir mit einem Handtuch den Intimbereich trockentupfen und umgehend danach eine frische und warme Unterhose anziehen.

In Hollywood haben bereits viele Stars, wie Jada Pinkett Smith und Chrissy Teigen, das Phänomen Vaginal-Steaming gewagt. Es wird als heilendes Mittel der Entspannung gesehen, das auch Regelschmerzen vorbeugen sollte. Die Theorie dahinter beschreibt, dass die Hitze für eine bessere Durchblutung und Muskelentspannung sorgt. Zu der heilenden und beruhigenden Methodik kann dir jedoch kein Gesundheitsexperte garantieren. Laut Frauenärzten, wie Dr. Jen Gunter, bringen heiße Dämpfe die Gebärmutter aus ihrem natürlichen Gleichgewicht. Wie bei aggressiveren Intimpflegeprodukten wird die Flora somit negativ beeinflusst und beeinträchtigt die Arbeit von Schleimhäuten und Bakterien bei ihrem natürlichen Schutz.

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Ist ein vaginales Dampfbad nötig?

Es muss nicht jeder Trend nachgeahmt werden, aber falls dich die Neugierde doch packt und du ein Dampfbad ausprobieren möchtest, dann merke dir folgendes:

  • Die Vagina reinigt sich von selbst.
  • Wie Dr. Gunter bereits anmerkte bewirken etliche ph-balancierte Produkte nur die Tötung guter Bakterien.
  • Halte dich also lieber nicht nur von falscher Intimpflege fern, sondern auch Vaginal-Duschen und Reinigungen.

Auch wenn Indonesien und Thailand seit Jahrzehnten davon Gebrauch machen, solltest du dir dennoch über die Gefahren bewusst sein, die das Yoni-Steaming mit sich bringen kann.

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