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#bloggergegenmobber: Darum tragen Instagramer Papiertüten über dem Kopf

Mit der Anti-Mobbing-Kampagne #bloggergegenmobber wollen Blogger nun Opfer bestärken.

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Mit einer Anti-Mobbing-Kampagne wollen sich Blogger für Opfer stark machen
Tero Vesalainen / iStock

Dort ein paar Hass-Kommentare unter einem Post, da ein fieser Streich in der Schule. Welche Folgen Mobbing für die Opfer hat, bedenken die Täter nur selten. Deshalb haben die beiden Bloggerinnen Sarah und Julia die Aktion #bloggergegenmobber ins Leben gerufen. Sie wollen ein Zeichen setzen und ihre Reichweite nutzen: Gegen Mobbing und Hass, für Solidarität und Empathie.

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Mobbing beginnt beim "Scherzen"

Jeder sechste deutsche Schüler wurde bereits zum Opfer von Mobbing – diese Zahl geht aus einer PISA-Studie hervor. Zu viele von uns mussten in der Vergangenheit den ein oder anderen "Scherz" runterschlucken. Fakt ist, dass der "lustig gemeinte" Spaß alles andere als witzig ist. Welche langfristigen Wellen derartige Hass-Kommentare für die Opfer schlagen, ist vielen nicht bewusst. Es wird meist kein Gedanken daran verschwendet, Mobber handeln kopflos.

Gerade in jungen Jahren sind derartige Erlebnisse prägend und brennen sich in unser Gedächtnis ein. Für jedes unbedachte Wort ein neuer Zweifel – Komplexe und Ängste begleiten uns oft noch jahrelang, gar ein Leben lang. Auch die beiden Influencerinnen hatten während der Schulzeit mit Mobbing zu kämpfen. So musste Sarah eines Tages das Wort "Flachland", mit Kreide auf die Straße vor ihrer Haustür geschrieben, lesen – nicht überraschend, dass eine solche Demütigung für ein junges Mädchen Auswirkungen hat.

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Mit Tüten gegen Hass-Kommentare

"Hässlich, fett und dumm" – alles Beleidigungen, welche die Teilnehmer der Kampagne ertragen mussten. Ein Mensch mit Gefühlen? Diese Tatsache wird gekonnt von den Tätern ausgeblendet. Hauptsache losfeuern, völlig egal, wen die Mobbing-Attacke letztendlich trifft. Genau diese Message wollen die Bloggerinnen mit Tüten über dem Kopf verbreiten. Denn die darauf zu lesenden Worte lösen sehr wohl etwas bei den Opfern aus. Betroffene werden in eine Art "Käfig" eingesperrt und abgestempelt, was manchmal sogar psychische Erkrankungen mit sich zieht.

Awareness schaffen: Dieses Ziel nahmen sich die Bloggerinnen vor, weshalb nun schon viele Teilnehmer ihre Geschichte unter dem Hashtag #bloggergegenmobber mit der Welt teilen. Sie wollen Opfer stark machen und Täter dazu ermutigen, ihre Worte zu überdenken. So schafft die Anti-Mobbing-Community einen Ort, wo Betroffene sich austauschen und für mehr Solidarität einstehen können.

 

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