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Sexistischer "Camel Toe": Influencer setzen Zeichen gegen Vulva Shaming

Frauen schämen sich dafür, wenn sich ihre Vulva im Schritt abzeichnet. Nun setzen Influencer ein Statement gegen den sexistischen "Camel Toe".

Vulva Shaming: Influencer gegen Camel Toe
franziska_lohberger / Instagram

Kaum ein Mädchen stand nicht schon einmal vor dem Spiegel und entschied sich gegen die Leggings oder die enganliegende Hose. Zu groß ist die Scham davor, dass sich die Schamlippen im Schritt abzeichnen. Oftmals wird dabei auch der Begriff "Camel Toe" (Kamelzeh) verwendet, den Frauen um jeden Preis vermeiden möchten. Nun machen sich viele Influencer stark, um ein Zeichen gegen Vulva Shaming zu setzen. Lies hier alle Details zur feministischen Bewegung gegen den "Camel Toe".

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Darum ist der "Camel Toe" sexistisch

Zu oft fühlen sich Frauen unsicher, was ihre Vulva (den sichtbaren Teil des weiblichen Geschlechtsorgans) betrifft. Grund dafür sind allen voran Medien, die ein negatives Körpergefühl oder ein überzeichnetes Schönheitsideal vermitteln. So werden Stars in Zeitschriften oft mit "Die schlimmsten Promi Camel Toes" (siehe z.B. dailystar.co.ukangekündigt und in Mainstream-Pornos eindimensionale weibliche Körpernormen vermittelt. Was das mit Frauen und Mädchen macht? Sie finden ihre Vulva hässlich, verbinden großteils nur Scham mit ihrem Erscheinungsbild und um Himmels Willen, einen "Camel Toe" möchte Frau unbedingt vermeiden.

Warum Frauen und Mädchen ihre Schamlippen verstecken müssen, um dem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen ist ebenso erschreckend, wie es sexistisch ist. Immerhin sollte es keine Überraschung sein, dass sich die Vulva zwischen den Beinen einer Frau befindet. Einmal mehr gilt es deshalb an die Verantwortung der Gesellschaft zu appellieren, den weiblichen Körper endlich nicht mehr zu sexualisieren.

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Stop Vulva Shaming: Influencer machen sich stark

Dieser Verantwortung nehmen sich mittlerweile vor allem weibliche Influencer an: Sie schaffen eine Gegenöffentlichkeit zu konventionellen Medien, damit Mädchen und Frauen sich nicht mehr für die abzeichnende Vulva im Schritt schämen müssen. Viele stellen dabei eine Kontroverse zur Darstellung des männlichen Geschlechts in den Medien her, da der Penis im Vergleich nur selten an den Pranger gestellt wird. Im Gegensatz dazu wird der weibliche "Camel Toe" oftmals als "widerlich" betitelt, weshalb Frauen ihre Schamlippen unbedingt vor der Öffentlichkeit verbergen sollen.

 

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So sexistisch reagierte Udo Bönstrups auf die Bewegung

Dass diese Bewegung nicht bei jedem gut ankommt, spiegelt den Sexismus und Hass, mit welchem Feministinnen auch heute noch konfrontiert werden, wider. Als sich die Fitness-Influencerin Franziska Lohberger gegen die Scham der Vulva einsetzte, nutzte der ehemalige "Promi Big Brother"-Teilnehmer Udo Bönstrups die Gelegenheit, um die Problematik des Vulva Shamings herunterzuspielen. In seinem Posting warf er Lohrberger vor, mit "belanglosen, künstlichen Problemen" Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Dabei verdeutlich das Unverständnis von Udo nur noch mehr, warum derartige Statements gegen Sexismus von so großer Bedeutung sind. Erst, wenn Vulva Shaming nicht mehr als irrelevantes Problem abgestempelt wird, können Frauen lernen ihren Körper so zu lieben, wie er ist.

 

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