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Corona-Krise: Amerikanerin erzählt, wie schwer es ist Krankenschwester zu sein

Eine Krankenschwester erzählt in einem emotionalen Video, wie stressig der Job als Krankenschwester in der Corona-Krise wirklich ist.

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Krankenschwester Video Corona
AJ_Watt / iStock

Die ganze Welt befindet sich im Lock-down, die Gesellschaft versucht Schritt für Schritt in die Normalität zurückzukehren. Doch während wir in der Isolation vom Homeoffice aus arbeiten und Netflix schauen können, kämpfen Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger um das Leben von Corona-Infizierten. Dass dieser Job alles andere als leicht ist, zeigt ein herzzerreißendes Video einer Krankenschwester aus New York.

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14-15 Stunden Schichten im Krankenhaus

D'neil Schmall ist Krankenschwester, die in einem New Yorker Krankenhaus während der Corona-Krise aushilft. Unter Tränen erzählt sie in einem Video von ihrer harten 15-Stunden-Schicht im Spital: "Ich habe es satt in Zimmer zu gehen und zu sehen, dass mein Patient gestorben ist", sagt D'neil, die durchgehend weint. Für sie ist es eine Qual, immer wieder Familienangehörige anzurufen und ihnen mitzuteilen, dass ihr Verwandter gestorben ist.

Die sichtlich aufgebrachte Frau erzählt, dass sie den ganzen Weg vom Krankenhaus bis zu ihrem Hotel geweint hat. Als sie der Uber-Fahrer gefragt hat, ob es ihr gut geht, antwortete Schmall: "Ich glaube, ihr Leute versteht nicht, wie unglaublich stressig dieser Job ist." Laut der Amerikanerin gebe jeder sein Bestes in der Corona-Krise, doch man sollte dabei nicht vergessen, dass Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger "auch nur Menschen sind".

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Auch das Krankenhauspersonal braucht Betreuung

D'neil ist müde, traurig und komplett ausgelaugt, doch sie würde ihren Job niemals aufgeben, weil sie sich bewusst ist, dass sie besonders in dieser Zeit gebraucht wird. Die Krankenschwester sagt, dass sie niemanden hätte, mit dem sie über ihren Zustand sprechen kann. Ihre Mutter und ihre Schwestern möchte Schmall nicht damit belasten, deswegen weint sie oft auf dem Heimweg oder in der Toilette.

Die junge Frau wünscht sich nicht nur für die Patienten psychische Betreuer, sondern auch für die Krankenschwestern und -pfleger: "Wenn es dem Personal nicht gut geht, wer soll sich dann um die Patienten kümmern?", fragt D'neil verzweifelt. Laut Schmall muss sie sich meistens um 14 Patienten gleichzeitig kümmern. "Ich habe das Gefühl, es ist allen egal, denn es ist unser Job, nicht wahr? Das ist der Job, den wir gewählt haben", sagt die sichtlich erschöpfte Krankenschwester.

Hier kannst du das emotionale Video sehen: 

Today was by far the worst shape I’ve ever had. This video was taken after laying in my hotel floor for an hour crying. I think it’s important for ppl to see what we go threw when we get home. *******Update ******After 4-5hrs sleep We’re walking 8-11 miles in a 13-15hrs shift. 5–6 days a week. The Majority of our PPE is made out of plastic like wearing a sweat suit all day. Assignments of 10-16 patients per nurse. ******This video is completely unedited. And taken after the “worst shift” I’ve had since being here. I was only Venting. This video was cathartic. I only posted it because I feel like people should know what we’re going through here. I love my job I LOVE ❤️ what I do! UNDER NO CIRCUMSTANCES AM I LEAVING! But that doesn’t mean frontliners aren’t human and wont be emotional about this experience as well*********I turned the camera on and just started talking whatever came to mind. Im not blaming this on the 🏥 or anyone. The volume of patients is that high. All im asking is for some understanding that I personally take pride in doing a good job. A part of my selfworth is invested in taking care of others. Id rather run myself into the ground trying to do so, then sacrifice patients care. #frontline #nurselife #flattenthecurve #nurse #er #covid_19 #msnbc #todayshow #newyorknews #newyork #goodmorningamerica #frontlinersneedhelptoo* Video Copyright belongs to D’neil Schmall

Gepostet von D'neil Schmall am Dienstag, 7. April 2020

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