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Fake-Fotos: Retuschierte Bilder müssen bald gekennzeichnet werden

Ein neues Gesetz in Norwegen verbietet bald das Hochladen von retuschierten Bildern ohne Kennzeichnung. Mehr dazu liest du hier!

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grinvalds / iStock

Norwegische Influencer aufgepasst! Am Horizont stehen nun neue Zeiten bevor, in denen nachbearbeitete Hüften nicht mehr versteckt werden können. Es wurde im skandinavischen Land nämlich ein neues Werbegesetz eingeführt, bei dem retuschierte Fotos entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Wenn also beim nächsten Instagram-Post Photoshop, Facetune & Co verwendet werden, muss das auf deinem hochgeladenen Foto gekennzeichnet werden. Was das für deinen Lieblings-Influencer aus dem Norden bedeutet erfährst du hier.

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Norwegen setzt den Fake-Fotos einem Ende zu

Das norwegische Parlament hofft, dass mit dieser neuen Regelung Kinder und Jugendliche von verkehrten Schönheitsidealen geschützt werden. Es ist keine Neuigkeit, dass sich viele Jungnutzer auf Online-Plattformen als makellos und perfekt porträtieren wollen. Als der Beschluss gesetzt wurde, war das Ziel vom Parlament mehr Realität in den Sozialen Medien zu kreieren. Es sieht nun mal nicht jeder wie eine Instagram-Beauty aus, aber mit leichten Tricks vereinfacht man sich den Weg zur schmaleren Hüfte oder größeren Lippen. Auf die Schnelle ein paar vorteilhafte Posen finden, diese mit dem Handy abknipsen, den natürlichen Körper verzerren und dann noch einen Filter drauf.

In Zukunft heißt es aber:

Ob Influencer oder Agentur – Es wird jeder vom Gesetz betroffen sein und auch UX (User Experience) Apps wie Snapchat werden ebenfalls bei der Filterverwendung Foto und Video kennzeichnen müssen. Davon ausgeschlossen sind jedoch Bilder bei denen lediglich die Helligkeit oder Schärfe geändert wurde.

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Wer sich weigert muss zahlen

Der Drang ein perfektes Aussehen zu erzielen bzw. zu fälschen, wird im Norwegischen als kropsspress bezeichnet, welches übersetzt so viel wie "Körperdruck" bedeutet. Die norwegische Kinderschutzorganisation "Redd bamas ungdom" fragte 2.000 Kinder und Jugendliche zu diesem Thema aus, und das Ergebnis zeigte, dass sich 43 Prozent unter Druck gesetzt fühlen, wenn es um ihr Aussehen geht. Das Gesetz soll den Jugendlichen dabei helfen sich nicht mehr von einer verzerrten Wahrnehmung leiten zu lassen. Das Gesetz wurde am 2. Juni vom Parlament verabschiedet, es wird aber erst ab Sommer 2022 durchgeführt. Bei Nicht-Einhalten wir man mit einem Bußgeld rechnen müssen und je öfter man das Gesetz bricht desto höher wird der Betrag. Familienminister Kjell Ingolf Ropstad hofft in Zukunft darauf, dass diese sich akzeptieren und ihr Aussehen lieben lernen.

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