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Gaming-Verbot in China: So umgehen Teenager die Einschränkungen

Für jugendliche in China schaut es schlecht aus, da das Gaming massiv eingeschränkt wird. Mehr zum "geistigen Opium" liest du hier!

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Edwin Tan / iStock

Im Leben von Teenagern ist es oftmals so: Bei schlechtem Benehmen wird einem die Konsole weggenommen, oder, wenn man Glück hat, reduzieren die Eltern lediglich die Spielzeit. Wenn sich Kinder artig anstellen, bekommt man Playstation, X-Box und Co ohnehin wieder. Diese Sicherheit hat Chinas Jugend leider nicht mehr, seitdem die chinesische Regierung beschlossen hat, ihnen das Videospielen zu verweigern. Die Kids sind darüber verstört, welch Wunder, und suchen jetzt nach neuen Wegen, um ihrem Hobby nachzugehen.

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Massive Einschränkungen für Gaming-Giganten

Die Unternehmen Tencent, NetEase, XD Inc und Bilibili zählen zu den Vorreitern der chinesischen Gaming-Szene. Den Spieleherstellern war aber sofort bewusst, dass sie gegen ihre mächtige Regierung nichts ausrichten können. Als Aktien abgestoßen wurden, mussten sie nachgeben, trotz ihre Stellenwerts auf dem chinesischen Videospielmarkt. Der Grund für diese Veränderung liegt bei den staatlichen Behörden. Diese befürchten, dass die Spielbranche zu mächtig werden könnte und versuchen daher, den Einfluss von ebendiesen zu reduzieren.

Dieses Prinzip wurde bereits bei Tech-Konzernen angewandt, als diese ebenfalls von Regierungsführern beschränkt wurden. Während Technologiefirmen aber für positive Beiträge wie Innovation verantwortlich sind, kann sehr wenig über die Vorteile von Online-Spielen berichtet werden. Im Gegenteil, Befürchtungen, die man immer wieder mit Videospielen in Verbindung setzt, sind, dass sie süchtig machen und Verhaltensstörungen auslösen. Die chinesischen Behörden wollen mit ihrem strikten Vorgehen jetzt jedenfalls das "geistige Opium", wie sie Online-Spiele wenig schmeichelhaft nennen, in Grenzen halten.

Das sind die aktuellen Gaming-Regeln in China: 

  • Minderjährige dürfen nur noch drei Stunden die Woche (!) zocken.
  • Und das am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils eine Stunde lang zwischen 20 Uhr und 21 Uhr.
  • Auch an Feiertagen ist das Online zocken nur noch limitiert erlaubt.

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Zu dreist für die chinesische Regierung

Traurig und bestürzt, das sind jetzt jene Jugendlichen, die mit den neuen Regelungen leben müssen. Die meisten fühlten sich ihrer Freiheit beraubt und suchen, wenig überraschend, nach Schlupflöchern, um ihrem liebsten Hobby weiterhin nachzugehen. Eines davon wäre, dass sie zwischen verschiedenen Spielen wechseln, um ihre Spielzeit zu verlängern. Eine andere Möglichkeit wäre den Zugang zum Gaming-Account eines Erwachsenen zu bekommen. Die einfachste und schnellste Methode wäre auch das Handy eines Elternteils zu verwenden…

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