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Sexualisierung Minderjähriger: Netflix-Film "Cuties" sorgt für Aufregung!

Im September wird der Netflix-Film "Cuties" seine Premiere feiern. Doch schon vor der Erstausstrahlung erntet der Film einen Shitstorm. Das steckt dahinter!

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Cuties Netflix Shitstorm
Youtube / Screenshot

Der Netflix-Film "Cuties" sorgt für eine Menge Aufsehen und das noch vor dem offiziellen Erscheinungsdatum. Grund dafür: Der Tanzfilm soll die minderjährigen Hauptdarstellerinnen in lasziven Posen zeigen, auch das Filmplakat wurde hart kritisiert.

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Twerkende Elfjährige sorgen für Aufregung

Ab dem 9. September ist der französische Tanzfilm "Mignonnes" auf der Streaming-Plattform Netflix zu sehen. Doch schon vor seinem offiziellen Veröffentlichung sorgt der Film für Kritik. Zur Geschichte: Die elfjährige Amy zieht mit ihrer Familie nach Paris und entdeckt eine Tanzgruppe an ihrer Schule. Sie möchte sich den "Mignonnes" (auf Englisch "Cuties") anschließen und bei einem Tanzwettbewerb teilnehmen. Dafür studieren die jungen Mädchen oft Choreografien ihrer Vorbilder ein, die sehr freizügig und lasziv sind.

Hier seht ihr den Trailer zum Film: 

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Twitter-User zeigen sich empört

Nicht nur der Trailer ist für viele Streaming-User grenzwertig, auch das ausgewählte Filmplakat sorgt für Aufsehen. Dabei werden die minderjährigen Hauptdarstellerinnen in provokanten Tanzposen gezeigt, auch der Tanzstil "Twerking" wird im Film häufig praktiziert. Für viele Twitter-User ist das alles andere als akzeptabel: Die Vorwürfe, dass die elfjährigen Mädchen sexualisiert werden, werden immer lauter.

Netflix hat das Filmplakat mittlerweile geändert, der Twitter-User "miggsboson" zeigt, was der Streaming-Dienst bei der Auswahl des Filmplakats falsch gemacht hat: "Ich habe etwas recherchiert und herausgefunden, dass der Filmregisseur eine französisch-senegalesische Schwarze Frau ist, die (Annahme: in dem Film) ihre eigenen Erfahrungen als Immigrantin behandelt und die Hypersexualisierung von frühreifen Mädchen kommentiert."

Auf dem Originalplakat des französischen Films werden die Mädchen als lachende Gruppe mit Einkaufstaschen gezeigt, auf dem Netflix-Pakat posen sie in engen Kleidern und lasziven Stellungen.

Der User kommentiert weiter: "Auf der linken Seite sieht es wie 'eine Teenager-Drama-Komödie Coming-of-Age-Geschichte' aus, die die Hypersexualisierung von frühreifen Mädchen kommentiert". Das zweite (Annahme: Plakat) ist einfach 'die Hypersexualisierung von frühreifen Mädchen'. Punkt."


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Netflix entschuldigt sich für "Cuties"-Plakat

Der Streaming-Dienst änderte das Plakat für "Mignonnes" und veröffentlichte auf Twitter eine Entschuldigung: "Wir bedauern zutiefst die ungeeigneten Plakate, die wir für Mignonnes/Cuties verwendet haben. Es war weder in Ordnung, noch war es repräsentativ für diesen französischen Film, der bei Sundance einen Preis gewann. Wir haben nun die Bilder und die Beschreibung angepasst."

Mittlerweile wurde auch eine Petition gegen den Film ins Leben gerufen. Auf Change.org haben schon über 290.000 Menschen unterschrieben, um die Ausstrahlung des Films auf der Streaming-Plattform zu verhindern.

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FM4 erntet Shitstorm nach Kommentar zu "Cuties"

Die "FM4"-Redakteurin Natalie Brunner schrieb einen Kommentar zum Film. "'Cuties' ist ein exzellenter Film, weil er uns keine einfache Moral aufbürden will und nicht mit binären Kategorien von 'richtig' und 'falsch' arbeitet", lobt Brunner.  "Wie wichtig und gut 'Cuties' ist, zeigen nicht nur die zahlreichen Auszeichnungen bei Filmfestivals, sondern die auf Ignoranz beruhende Pseudokontroverse, die entbrannt ist, nachdem Netflix den Film gekauft hat und ein Werbeplakat veröffentlicht hat, das die Mädchen in ihren Tanzoutfits zeigt. Der Vorwurf der Pädophilie und der Sexualisierung von Kindern wurde daraufhin von rechtskonservativen Trollen erhoben, die den Film ganz offensichtlich weder gesehen noch die Inhaltsangabe gelesen haben", schreibt die Redakteurin weiter.

Das kam bei den Twitter-Usern alles andere als gut an. Sie warfen der Redakteurin vor, die Sexualisierung der Mädchen zu verteidigen: 

Nachdem sich die negativen Kommentare zu dem Beitag häuften, konterte "Radio FM4" mit Blockierungen von zahlreichen Usern, die sich kritisch zu dem Artikel äußerten. Unter dem Hashtag #blockedbyradiofm4 wurde der Shitstorm über die Reaktion des Radiosenders immer lauter. Oft wurden auch User geblockt, die noch nie mit "FM4" interagiert hatten:

Der Radiosender ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und postete zuletzt noch ein Meme zur Situation:

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