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Harte Vorwürfe: So gemein ist die "New Teacher"-Challenge auf TikTok

Die neue "New Teacher"-Challenge auf TikTok wird zurzeit stark kritisiert. Sie soll sich über Menschen mit Behinderung lustig machen.

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skynesher / iStock

Die Video-Plattform TikTok bietet Nutzern die Möglichkeit sich kreativ zu entfalten. Die Kurzvideos der User werden unzählige Male angeklickt, geteilt und kommentiert. Häufig entstehen auf TikTok auch eigene Challenges, die unterhaltsam und lustig sein sollen. Ganz anders ist es jedoch bei der "NewTeacherChallenge"Einige Benutzer sind der Meinung, dass dadurch Menschen mit Behinderung oder außergewöhnlichen körperlichen Merkmalen diskriminiert werden!

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Gemeine TikTok-Challenge spaltet das Netz

Diese TikTok-Challenge ist alles andere als witzig. Pünktlich zum Schulanfang pranken Eltern ihre Kinder mit "gruseligen" Fotos von ihren zukünftigen Lehrern. Dabei werden meist Bilder von Menschen gezeigt, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben. Die Kinder reagieren verängstigt, angewidert oder überrascht – die Eltern nehmen alles mit der Handykamera auf. Anfangs wurden nur Bilder gezeigt, auf denen Menschen eine lustige Grimasse ziehen, doch mittlerweile werden auch Fotos von realen Personen verwendet, die eine Behinderung oder spezielle körperliche Merkmale haben, verwendet.

Hier seht ihr einige Videos der Challenge: 

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Harmloser Witz oder Diskriminierung?

Obwohl es viele positive Kommentare zu den Videos zu lesen gibt, schreiben auch einige User auf TikTok & Co, dass die #NewTeacherChallenge pietätlos und gemein ist. Das findet auch Journalistin Melissa Blake, die mit dem Freeman-Sheldon-Syndrom geboren wurde. Durch die seltene Muskel- und Knochenmutation ist ihr Gesicht verzerrt. Auch ihre Fotos wurden in Videos zu der Challenge gezeigt, was Blake alles andere als witzig findet.

Sie setzt sich schon seit Jahren für mehr Toleranz gegenüber Menschen mit Behinderung ein. Doch nun wurde ihr Gesicht verwendet, um Kinder zu verängstigen. "Eltern, die das okay finden oder schlimmer, sogar lustig, sollten es besser wissen. Es gibt keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Sie sollten ihren Kindern beibringen, wie verletzend ihre Scherze sind und nicht im Hintergrund lachen, wenn ihr Kind beim Anblick eines Menschen mit Behinderung komisch dreinschaut und Angst kriegt", schreibt die Publizistin in ihrem Blog.

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Kein Statement von TikTok

TikTok hat sich zu den Vorwürfen bisher noch nicht geäußert. Die Fotos der Journalistin wurden zudem nicht aus den jeweiligen Videos gelöscht, mit dem Argument, die Nutzung von Melissas Bildern würde nicht gegen Benutzerrechte verstoßen. Doch die Aktivistin gibt auch nach dieser verletzenden Challenge nicht auf und kämpft weiterhin für mehr Respekt vor Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft: "Je mehr Menschen Personen mit Behinderung sehen, desto eher werden sie verstehen, dass es da nichts gibt, wovor sie sich fürchten müssen. Laut Blake seien die einzigen zwei Dinge, die man fürchten müsse "ihr unglaublicher Humor" und ihre "Haare am Morgen".

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