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"Black Lives Matter": So rassistisch ist das "I can't breathe"-Workout

Ein US-amerikanisches Fitnesscenter schockt mit dem "I can't breathe"-Workout die Welt. Vor allem die "Black Lives Matter"-Bewegung ist entsetzt.

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I can't breathe Workout
vgajic / iStock

Weltweit werden Proteste der "Black Lives Matter"-Bewegung (BLM) abgehalten, die vor allem nach dem grausamen Tod von George Floyd organisiert wurden. Der US-Afroamerikaner wurde auf brutale Weise von einem Polizisten getötet. Unzählige Menschen gingen auf die Straßen oder machten in den Sozialen Medien auf die Ungerechtigkeit und den Rassismus aufmerksam. Nun sorgt ein Fitnessstudio mit einem speziellen Workout für Aufsehen.

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Rassistisches Workout schockt "BLM"-Bewegung

George Floyd wurde von einem Polizisten gewaltsam festgenommen, der daraufhin so lange auf Floyds Hals kniete, bis dieser keine Luft mehr bekam. Obwohl George oft genug erwähnte, dass er nicht atmen könne ("I can't breathe"), fixierte der Polizist Floyd weiterhin mit seinem Knie. Kurz darauf verstarb der US-Afroamerikaner. Der mediale und gesellschaftliche Protest soll für Umdenken sorgen und vor allem den Kampf gegen Rassismus sowie das Racial Profling gegen People of Color (POC) ansagen.

Nun sorgt das "I can't breathe"-Workout des US-amerikanischen Fitnesscenters "Anytime Fitness" in Wauwatosa (Wisconsin) für Furore. Dabei handelt es sich um ein 35 Minuten langes Ganzkörpertraining. Der Name des Workouts scheint eine Anlehnung auf den Tod von George Floyd zu sein. Vor allem, da am Ende des Fitness-Plans steht, dass die Trainierenden es "nicht wagen sollten, sich hinzulegen". Auch die Grafik neben Übungen zeigt einen Mann, der kniet.

Twitter-Userin dandyandie teilte das Foto des Fitness-Workouts auf der Social-Media-Plattform: 

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Fitnesscenter entschuldigt sich

Auf Facebook teilte der Inhaber der betroffenen Franchise-Filiale John Mathie ein Statement, indem er sich für das Workout entschuldigt und darauf hinweist, dass es sich um ein Missverständnis handelt: "Ein Trainer von uns hat das Workout für 'I can't breathe' zusammengestellt, um die 'Black Lives Matter'-Bewegung zu unterstützen. Die Aktion war fehlgeleitet", erklärt Mathie. Laut dem Inhaber besuchen alle Mitarbeiter einen Anti-Rassismus-Workshop, zudem entschuldigt sich Mathie besonders bei seinen POC-Kunden. Ob der verantwortliche Trainer seinen Job behalten wird, ist unklar.

Our formal apology to the Wauwatosa community, members, and staff. Owners– John M and Jen D.

Gepostet von Anytime Fitness am Mittwoch, 10. Juni 2020

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