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"Wet A** Pu**y" von Cardi B: Ist weibliche Lust in der Musikbranche ein No-Go?

Der Skandal-Song "WAP" von Cardi B löste eine hitzige Diskussion aus: Dürfen Frauen ihre Sexualität in Songs ebenso ausleben, wie es ihre männlichen Kollegen tun?

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Cardi B in WAP
Screenshot YouTube / Cardi B

Ob man will oder nicht: Kaum jemand kommt an dem neuen Song "WAP" von Rap-Queen Cardi B und ihrem Feature Megan Thee Stallion vorbei. "Wet-A**-Pu**y": Drei kleine Worte, die das Netz spalten und in Rage bringen – und zwar wortwörtlich. Denn auf Pornhub gingen die Suchanfragen nach den Künstlerinnen durch die Decke. Und während die Kritik zu einem Song, in dem es um weibliche Lust geht, natürlich nicht lange auf sich warten ließ, erhielten die Künstlerinnen ebenso viel zu Zuspruch für ihren Tabu-Bruch in der Musikbranche.

Hier kannst du dir das Video zu dem Skandal-Lied "WAP" ansehen:

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Frauen & ihre Vagina: Ein No-Go?

Dass Frauen ihren Körper in der Musikszene als Sex-Symbol inszenieren, ist gewiss kein neues Konzept, um als Sängerin bestehen zu können. Knappe Outfits, tiefe Einblicke und anzügliche Posen: Frauen werden seit jeher bewusst als Lust-Objekt für Männer positioniert.

Und dann erschien da plötzlich dieser Song von Rap-Queen Cardi B und Musikerin Megan Thee Stallion auf der Bildfläche. Beim Song "WAP" (Wet-A**-Pu**y) steht dieses Mal nämlich die weibliche Lust im Fokus, an sexuellen Anspielungen sparten Cardi B und Megan Thee in keiner der Songzeilen. Die (überwiegend männlichen) Kritiker von "WAP" sehen darin einen Skandal, sei er doch ein Schlag ins Gesicht für alle Rechte, die sich Frauen mühsam erkämpft haben. So sprechen sich besonders viele Rechtskonservative, darunter Autor und Kommentator Ben Shapiro, aber auch die Autorin DeAnna Lorraine gegen den Song aus. Kongress-Kandidat James P. Bradley zeigte sich empört auf Twitter und beschreibt "WAP" kurzerhand als gottlos, weshalb er sich sogar Weihwasser in die Augen kippen wollte:

Zahlreiche User, aber auch bekannte Persönlichkeiten möchten den neuen Rap-Song deshalb aus dem Internet verbannen.

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Weibliche Lust nur in Pornos erwünscht

Zugegeben, das Musikvideo selbst verkörpert zunächst tatsächlich in gewisser Weise das Bild einer Frau, welche nur für die Lust des Mannes morgens aufsteht – so viel zum ersten Eindruck. Laut den Befürwortern des Skandal-Hits steht der Song "WAP" jedoch für mehr als das. Denn am Ende des Tages gibt es schlicht unzählige Sänger und Rapper, die am laufenden Band über die Größe ihres Geschlechtsteils angeben. Eine Frau, die über ihre "Wet-A**" Vagina und Sexualität rappt? Das geht für viele dann doch zu weit, obwohl es bei den männlichen Kollegen (wenn auch ungern) hingenommen und toleriert wird.

Zum Vergleich: Wenn Rapper wie Tyga & Co über ihre Qualitäten im Bett und "Bitches" singen, füllen diese nicht mit Schlagzeilen das Netz. "Die Wünsche der Männer stehen an zweiter Stelle (und manche sagen, sie sind sogar nicht-existent") und sie stehen nicht im Mittelpunkt von *einem* Song, und plötzlich sind alle verwirrt", schreibt die Twitter-Userin Sharine Taylor.

Und eines sei festzuhalten: So schlecht dürften die männlichen (aber auch weiblichen) Zuseher die Darbietung von "WAP" letzten Endes doch nicht empfunden haben.

  • Denn Pornhub veröffentlichte erst kürzlich die Suchanfragen der Plattform zu den beiden Interpreten von "WAP".
  • Bis Mitte August haben diese nämlich um ganze 1.574% bei Cardi B, sowie 363% bei Megan Thee Stallion zugenommen.

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Gefährliche Unfälle beim "WAP"-Twerk-Move

Aber nicht nur die Songzeilen sowie die Freizügigkeit der Stars sorgen für Aufsehen. Viele Fans machen derzeit den Dance-Moves der Rapperinnen nach. Erst kürzlich veröffentlichte eine TikTok-Userin dann einen Unfall, als sie eine akrobatische und äußert gefährliche Twerk-Szene nachahmen wollte. Cardi B machte deshalb auf ihrem Instagram-Account darauf aufmerksam, dass Fans Acht geben sollen, wenn sie sich an den #WapDance wagen.

 

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Wer also zum neuen "WAP"-Song tanzen möchte, sollte lieber dem Beispiel der Popsängerin Zara Larsson folgen:

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