Trending

Weniger duschen dank "Cleansing Reduction"? Das musst du wissen

Anhänger der "Cleansing-Reduction"-Bewegung rufen auf, weniger zu duschen. Aber tut man seiner Haut damit auch wirklich Gutes? Und wie oft sollte man wirklich unter die Dusche steigen, Stichwort Hygiene?

  • Drucken
vadimguzhva / iStock

Die Idee hinter dem Trend "Cleansing Reduction" klingt ja mal ganz gut: Wer weniger oft duscht, schont die natürlich Schutzbarriere der Haut und tut ihr damit Gutes. Jetzt stellt sich die Frage: Wie oft sollten wir wirklich unter die Dusche steigen? Die meisten von uns tun das immerhin jeden Tag, machen sie einen Fehler? Wir haben uns das für dich angesehen!

Mehr dazu: 5 Fehler, dies es beim Duschen zu vermeiden gilt

Zunächst die Fakten: Die Haut ist nicht nur das größte Organ des Menschen sondern auch die wichtigste Schutzbarriere unseres Körpers. Sie bildet die Barriere zur Um- und Außenwelt und schützt davor, dass Bakterien, chemische Substanzen oder auch Allergene in unseren Körper eindringen können. Anhänger der "Cleansing Reduction" behaupten, dass man höchstens zwei Mal in der Woche duschen sollte – alles andere würde diese natürliche Schutzschicht unserer Haut zu sehr schädigen.

via GIPHY

Aber stimmt das? So allgemein lässt sich das nicht sagen. Hautärzte bestätigen zwar, dass tägliches Duschen die Haut angreifen kann – vor allem wenn dabei heißes Wasser verwendet wird. Dieses kann die Haut austrocknen und spült zudem noch Bakterien, die zur Hautflora dazugehören, weg. Das Resultat: Die Haut ist anfälliger für Infektionen. Ein Indikator, ob das Wasser zu heiß war, ist, wenn die Haut nach dem Duschen spannt.

Duschen nur alle zwei bis drei Tage ausreichend, wenn…

Ein Antwort auf die Frage, wie oft man in der Woche duschen sollte, lässt sich pauschal aber nicht geben. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Zum Beispiel: die Beschaffenheit der Haut, die Einflüsse aus der Umwelt und die Aktivitäten, die man tagsüber so gemacht hat und nicht zuletzt die Qualität der Pflegeprodukte, die dabei zum Einsatz kommen. Auf Seifen mit Parabenen, Duftstoffen, synthetischen Farbstoffen, Formaldehyd und Natriumlaurylsulfaten sollte verzichtet werden, da diese Stoffe unsere Haut reizen. Aufgepasst auch bei antibakteriellen Seifen: Diese entziehen der Haut Feuchtigkeit und können zu extremer Trockenhaut, Juckreiz und schuppiger Haut führen.

Sollte man im Laufe des Tages aber kaum geschwitzt haben und ein Kontakt mit Schmutz blieb ebenfalls aus, ist es laut Dermatologen völlig ausreichend, wenn man sich nur alle zwei bis drei Tage unter die Dusche stellt.

Anders verhält sich die Angelegenheit im Intim-Bereich, "Cleansing Reduction" hin oder her. Diesen gilt es, jeden Tag zu reinigen. Doch dazu muss man nicht duschen – eine Reinigung mit Hilfe eines, Achtung oldschool, Waschlappens tut es auch…

Mehr dazu: Besserer Sex wegen Duschverzicht?

 

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.