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Dieser gefährliche Schönheitswahn auf TikTok beeinflusst Teenies

Der übermäßige Konsum von Werbe-Inhalten auf Social Media führt bei Jugendlichen zu einem gefährlich negativem Selbstbild. Lies mehr!

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AntonioGuillem / iStock

Auf Social Media lassen sich immer mehr Werbe-Clips finden, die Schönheits-OPs anpreisen. Ist doch eigentlich recht praktisch, wenn man als Erwachsener auf der Suche nach einem Chirurgen ist. Das Problem entsteht aber, wenn besagte Videos beeinflussbare Minderjährige reicht, die wegen der Inhalte Ess- und Körperwahrnehmungsstörungen entwickeln. Experten sorgen sich darum, wie sich die Videos auf die Psyche der Kinder auswirken könnten.

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Wahrnehmungsstörungen dank TikTok & Co

Auf Apps wie TikTok, YouTube und seit eher Reels auf Instagram findest du eine Vielzahl an diversem Medien-Content. Diese Inhalte reichen von unterhaltsame Videos bis hin zu lehrreichen Kurzclips. Wie Schwämme saugen jung und alt die Informationen auf und das mit nur wenig Beschränkung. Influencer und Content Creator nutzen die gängigen Apps, um ihre Produkte und Kollaborationen zu vermarkten, und da kommen auch schon die sogenannten Brand-Deals mit allerlei Unternehmen in Frage, besonders jene, die mit Schönheitskliniken und -Chirurgen zusammen arbeiten. Man würde meinen das Werbematerial ist doch halb so schlimm. Da müssen wir dich aber leider enttäuschen, denn "nur ein paar Mal" schauen führt auf Dauer zu einem verzerrtem Selbstbild. Aus diesen Gründen sollten Jugendliche sich vom übermäßigem Medienkonsum fernhalten:

  • Die Fokussierung auf einen bestimmten wahrgenommenen Makel führt dazu, dass dieser im Laufe der Zeit immer schlimmer erscheint. So denken Jugendliche, dass bspw. ihre "große Nase" tatsächlich schlimmer ist, als sie in Realität scheint.
  • Häufig sind es gleichaltrige oder nur wenig ältere Influencer, die zu Schönheitsoperationen anregen oder diese bereits hinter sich haben. Jugendliche sind demnach solchen Bildern ausgesetzt und identifizieren sich mit ihren "Idolen". Viele dieser Online-Stars werden aber von Kliniken bezahlt, um über ihre Ergebnisse zu sprechen.

In den letzten Monaten wurden den Umständen entsprechend viel Zeit zu Hause verbracht. Vor allem Jugendliche nutzten diese Phase um sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Jugendpsychiaterin Dr. Dagmar Pauli beobachtete dies in ihrer Arbeit: "Wir haben in der Klinik vermehrt mit Essstörungen und Körperwahrnehmungsstörungen zu tun. Die Jugendlichen sind im Lockdown häufiger zu Hause und beschäftigen sich mehr mit sich selbst." Was das bedeutet? Frei Fahrt für Selbstzweifel, negative und depressive Gedanken. Diese vermischten sich zeitgleich mit der erhöhten Verwendung von Social Media Apps und wurde schließlich zu einem immer größer werdendem Problem.

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Wie bekämpfen wir den negativen Einfluss von Social Media?

Pauli fügt hinzu, dass es kein Leichtes wäre sich dem entgegen zu wirken. Besonders für junge Menschen, die einen Großteil ihrer Freizeit online nutzen. Diese sollten einen großen Schritt zurück gehen und sich (wenigstens für längere Zeit) von ihren Bildschirmen trennen. Es wäre ratsam sich mit Menschen aus ihrem realen Leben zu treffen anstatt Online-Persönlichkeiten Likes und Kommentaren zu geben. Ein weiterer Rat, der deiner Psyche zu Gute kommt wäre folgender:

Beim nächsten Blick in den Spiegel solltest du deine Augen nicht auf einen einzigen Makel fixieren. Jeder hat zumindest eine Sache an seinem Körper auszusetzen, aber es ist viel wichtiger einen Überblick vom Ganzen zu haben. Zähle nicht all deine Fehler auf, sondern konzentriere dich auf das was du an dir selbst magst, da schaut die Liste wesentlich länger aus.

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