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Akne, Pickel, Mitesser: Hausmittel und weit verbreitete Mythen

Akne ist für Betroffene oft eine psychische Belastung und gehört in die Hände eines Dermatologen. Zusätzlich können Hausmittel helfen. Außerdem: Häufige Mythen zu Pickeln und die Wahrheit dahinter.

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Akne behandeln
Obencem / iStock

Weltweit ist Akne die häufigste Hautkrankheit. Aufgrund der hormonellen Veränderung in der Pubertät kämpfen hauptsächlich junge Leute mit unreiner Haut, aber auch Erwachsene oder sogar Babys können heimgesucht werden. Bei etwa 70% der Betroffenen verläuft die Akne harmlos. Erweiterte Poren, kleine Pickel und Pusteln sowie fettig glänzende Gesichtshaut sind die markanten Anzeichen. Da auch der Brust- und Rückenbereich betroffen sein können, müssen diese entsprechend mitbehandelt werden. Leider führt auch die beginnend milde Krankheit manchmal schwere Verlaufsformen mit tiefen Entzündungen und Narbenbildungen mit sich und erfordert unbedingt eine medizinischen Therapie.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Wie entsteht Akne?

Hausmittel gegen Akne

Neben einer professionellen Beratung und Behandlung durch den Hautarzt können folgende Hausmittel gegen Akne eingesetzt werden:

  • Teebaumöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Über Nacht das Teebaumöl auf die entzündeten Stellen auftragen. Vorsicht bei sensibler Haut, es kann zu allergischen Reaktion kommen.
  • Heilerde mit Wasser gemischt gibt eine beruhigende Maske gegen Aknehaut.
  • Aloe Vera als Direktkonzentrat, Gel oder in Pflegeprodukte gemischt ist ein altbewährtes Heilmittel bei allen Formen von Hautentzündungen. Vorsicht, zuerst (wie Teebaumöl) an einer kleinen Hautstelle vortesten. Selten, aber doch kann es zu Unverträglichkeiten kommen.
  • Dampfbäder mit Salbei oder Kamillentee beruhigen die Haut und entfernen auch die letzten Make-up Reste.
  • Apfelessig mit Wasser gemischt auf die Haut aufgetragen stabilisiert den pH-Wert der Haut und hilft so dem Säureschutzmantel. Außerdem wirkt es wie Teebaumöl desinfizierend und reinigt tiefenwirksam.
  • Eine Topfenmaske ist nicht nur bei Sonnenbrand eine gute Ersthilfe, sondern beruhigt auch stark gerötete und gereizte Aknehaut.

Mythen bei Akne: wahr oder falsch?

Gerade im Internet kursieren viele Halbwahrheiten und falsche Gesundheitsinformationen. Was stimmt und was darf getrost ins Reich der Mythen verbannt werden?

  • "Akne in der Pubertät heilt von alleine ab, also muss ich nichts tun." Stimmt, aber sie hinterlässt oft ein Leben lang Spuren wie Narben, große Poren oder ein schlechtes Hautbild.
  • "Clearasil reicht." Stimmt bei ganz leichten Formen, aber größere Pusteln sollten kosmetisch und medizinisch betreut werden.
  • "Häufiges Reinigen ist gut." Reinigung zweimal täglich ist korrekt, aber zu viel kann die Haut auch überfordern und neue Entzündungen hervorrufen und den natürlichen Säureschutzmantel der Haut schädigen.
  • "Aknepusteln soll man ausdrücken." Wenn, dann nur unter sterilen Bedingungen und nach vorheriger Dampfbehandlung. Besser ist es, sich hier durch Kosmetik und Arzt unterstützen zu lassen. Akne heilt durch Kosmetikbehandlungen aus. Bei leichten Formen sind Kosmetikbehandlungen ebenso sinnvoll. Bei schwereren Verlaufsformen helfen oft nur Tablettenkuren von Ihrem Arzt.
  • "Urlaub am Meer ist das Beste für die Haut." Meerbäder sind  bei entzündlicher Akne tatsächlich hilfreich. Die Sonne trocknet die Haut aber nur kurzfristig die Haut aus, führt aber langfristig zu einer Verhornung der Haut und so zu mehr Pickeln.
  • "Schokolade und Süßigkeiten sind schlecht für die Akne." Stimmt, aber gegen ein wenig Schokolade ab und zu ist auch medizinisch nichts einzuwenden. Vor allem, wenn man sich sonst gesund ernährt.
  • "Sport ist gut bei Akne." Stimmt, jedoch starkes Schwitzen (z.B. auch unter Stirnfransen) kann zu neuerlichen Hautirritationen führen.

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