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Darum sollten Sie Nasenhaare nicht ausreißen

Nasenhaare verführen zum Ausreißen. Warum Sie darauf lieber verzichten sollten.

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Nasenhaare entfernen kann gefährlich sein
LarsZahnerPhotography / iStock

Nasenhaare treffen beide Geschlechter, wenngleich Männer oft zu längeren und dickeren Exemplaren neigen.

  • Diese werden gerne, sobald es sich störend bemerkbar macht, mit den Fingern ruckzuck ausgezupft.
  • Damit es gar nicht erst soweit kommt, nutzen auch immer mehr Männer spezielle Nasenhaartrimmer, welche die unliebsamen Härchen kürzen.
  • Das Ergebnis: definitiv ästhetischer und bestimmt auch angenehmer.
  • Dennoch: Aus gesundheitlicher Sicht raten Experten eher davon ab. Denn Nasenhaare haben durchaus ihren Zweck – und ein gewaltsames Ausreißen könnte unter Umständen sogar gefährliche Folgen haben.

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Körpereigener Luftfilter

Die Nase ist nicht nur zum Riechen da. Sie ist Teil unserer Atemwege und für einen Großteil unserer Atmung zuständig. Die Nasenatmung hat gegenüber dem Mund nämlich einen entscheidenden Vorteil: Unser Riechorgan befeuchtet und erwärmt die Luft  filtert mittels Nasenhaaren Schadstoffe und Schmutz heraus, die damit erst gar nicht in die Lunge gelangen. Ein kleiner Nieser, einmal schnäuzen – und potenzielle Erreger und Giftstoffe werden ausgeschieden, bevor sie überhaupt ihren Weg in unseren Körper gefunden haben.

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Ausreißen verboten

Ragt nun ein Haar deutlich aus der Nase heraus, spricht natürlich nichts dagegen, dieses vorsichtig zu kürzen. Ausreißen sollte man es aber keinesfalls, da es zu Haarbalgentzündungen kommen kann. Zudem öffnet man Keimen und Erregern Tür und Tor. Den jede ausgerissene Haarwurzel hinterlässt eine mikroskopisch kleine Verletzung, die wie ein offener Kanal direkt in die Haut führt. Gerade im vorderen Nasenbereich neigen Menschen vermehrt zu trockenen Schleimhäuten, was das Entzündungsrisiko weiter erhöht. Ist die Schleimhaut trocken und verletzt, haben Bakterien und Viren besonders leichtes Spiel. Die häufige Folge: unangenehme Infektionen.

Nase reinigen kann vorbeugen

Wer trotz aller Warnungen nicht widerstehen kann, sollte vor dem Auszupfen zumindest für eine gesunde Nasenschleimhaut sorgen. Experten raten, den Innenraum der Nase mit sanften Salzwassersprays oder speziellen Nasensalben zu pflegen. Das macht sie weniger reizbar und anfällig für Infektionen. Wer ohnehin schon zu Infektionen neigt, kann nach dem Ausreißen zu einer antibiotischen Salbe greifen. Im Idealfall sollten Sie jedoch eine liebevolle Beziehung zu Ihrem Nasenhaar aufbauen anstatt es zu bekämpfen – immerhin ist es doch Ihr Freund und Helfer.

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