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Deo-Unverträglichkeit: Woher kommt der Hautausschlag?

In schwitzigen Zeiten wird das Deo zum treuen Begleiter. Blöd nur, wenn ein Hautausschlag im Achselbereich dazwischenfunkt. Doch was tun, in der Hitze des Gefechts?

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Was tun bei Deo-Unverträglichkeit?
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Sommer, Sonne, Schweiß – an heißen Tagen schmilzt man dahin wie ein Eis. Das frisch-geduscht Gefühl hält vielleicht einige Minuten an, bis man wieder schweißgebadet dasitzt. Damit unsere Mitmenschen nicht dem Gestank ausgesetzt sind, ist ein Deo gefragt. Doch was, wenn die Haut uns einen Strich durch die Rechnung macht und mit einem Ausschlag vom Körperspray reagiert?

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Schwitzen ist gesund

Schwitzen komplett zu unterbinden ist keine gute Idee: Der permanente Stau und die Stoffe aus chemischen Deos (wie Aluminiumchlorid), die unser Körper aufnimmt, sind hierbei keinesfalls immer harmlos für unsere Gesundheit. Schwitzen ist nämlich prinzipiell eine gute und wichtige Sache – unser Organismus möchte so seine Temperatur wieder ins Gleichgewicht bringen.

Ein roter, schuppiger Ausschlag in den Achselhöhlen, gepaart mit Juckreiz und Brennen ist meist die Antwort, wenn die Haut mit der Schweißhemmung durch Deos nicht zurecht kommt.

Mehr dazu: 5 Gründe, warum Schwitzen gut für den Körper ist

Woher kommt der Hautausschlag?

  • Hitzige Zeiten: Sonnenstrahlen, starke Temperaturunterschiede, Stoffe in der Luft und Stress setzen unserer Haut oft sehr zu. Sie ist überfordert und antwortet dementsprechend mit Reizung.
  • Duftstoffe & Co: Häufig werden Allergien durch Duftstoffe in Deos hervorgerufen, die durch enthaltenen Alkohol noch verstärkt werden. Dieser ist dafür zuständig, dass die parfümierten Stoffe besser in unsere Poren eindringen können. Ein absoluter Nachteil hierbei: Alkohol trocknet unsere Haut aus und macht deshalb anfälliger für Verletzungen.
  • Aluminium: Ein weiteres No-Go für empfindliche Haut ist Aluminium. Die unlösliche Verbindung verstopft die Poren, sodass die Schweißproduktion unterdrückt wird und wir vom Schwitzen verschont werden. Aluminiumsalze sind dabei vorwiegend in Roll-On Deos enthalten. Wie gefährlich Aluminium für unsere Gesundheit ist, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt.

Mehr dazu: Was Hitze mit dem Körper macht

Pflegetipps für sensible Haut

Gerade im Sommer ist es für viele undenkbar auf Deos zu verzichten. Aber was kann man tun, wenn die Haut mit Ausschlag reagiert?

  • Hygiene ist das Um und Auf: Eine regelmäßige Körperpflege ist essenziell, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und Bakterien abzutöten. Vermeiden Sie häufiges Wechseln von Hygieneprodukten. Versuchen Sie außerdem Deos mit Alkohol, Duftstoffen und Aluminiumsalzen zu vermeiden.
  • Pflanzlich statt chemisch: Greifen Sie lieber zu natürlichen Inhaltsstoffen. Salbeiextrakt ist beispielsweise eine gute Alternative zu chemischen Schweißbremsen. Auch als warmen Tee kann er wahre Wunder vollbringen, um das Schwitzen einzudämmen. Heiße Getränke kosten unserem Körper nämlich wesentlich weniger Schweiß als kühle Erfrischungsdrinks.
  • Vorsicht bei Rasur: Wie Sie vermutlich schon bemerkt haben, brennt das Auftragen des Deos gerade nach der Rasur besonders – und das nicht ohne Grund. Bei der Rasur entstehen winzige Mikroverletzungen, weshalb Aluminium und andere Stoffe besser in die Poren eindringen können. Tragen Sie das Produkt also nicht direkt nach dem Duschen auf, sondern unterstützen Sie die Haut lieber mit Feuchtigkeitscreme.

Mehr dazu: Mit diesen 10 Tipps den Schweißausbruch vorbeugen

Schadensbegrenzung bei Hautausschlag

Alles schön und gut, doch Sie haben bereits einen Ausschlag?

  • Dann folgen Sie dem Beispiel von Billi Eilish und tragen Sie weite Kleidung, bestenfalls aus Baumwolle. So unterstützen Sie Ihren Körper beim Heilungsprozess und verschlimmern das Problem nicht durch enganliegende T-Shirts aus synthetischen Fasern.
  • Gönnen Sie der Haut eine Auszeit, rasieren Sie sich nicht bis der Ausschlag verschwunden ist und tragen Sie über Nacht eine dünne Schicht Zinksalbe auf.
  • Sollten Sie dennoch keine Besserung der Hautirritationen feststellen, suchen Sie auf jeden Fall Ihren Hautarzt auf.

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