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Fußpilz durch Bowlingschuhe? Wo die Keime noch lauern können

Achtung, Fußpilz! Warum Sie bei der Benutzung von Leihschuhen ganz besonders auf die Hygiene achten sollten.

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Fußpilz durch Bowling-Schuhe
lisegagne / iStock

Egal ob beim Skifahren, Eislaufen oder beim Bowling: Manchmal müssen und wollen wir auf Leihschuhe zurückgreifen, denn nicht immer lohnt sich die Investition in eine eigene Ausrüstung. Vielen graut vor der Benutzung fremder Schuhe, sollen diese doch ein Eldorado für ekelige Keime sein. Aber stimmt das überhaupt? Und wie kann man sich vor Fußpilz schützen?

Zuerst Spaß, dann Pilz

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2015 vom Berliner Institut für Pilzkrankheiten kam zum Ergebnis, dass sich in vielen Leihschuhen ungebetene Gäste befinden. Diese Gäste heißen Pilze und Bakterien und lassen bei genauerer Betrachtung einen eisigen Schauer über den Rücken laufen:

  • Von 61 genommenen Proben aus 14 verschiedenen "Leihstationen" (Bowlingcenter, Skihallen etc.) waren fast alle kontaminiert.
  • In 28 Proben fanden sich Nagel-, Fuß- und Hautpilzerreger.
  • In drei Proben zeigten sich sogar Spuren von Vaginalpilz (Candida albicans).

Die gute Nachricht für alle Bowling-Fans: Diese Schuhe schnitten im Test am besten ab. Die meisten Bowlingcenter desinfizieren ihre Leihschuhe mit einem speziellen antibakteriellen Spray. Wird das gründlich und regelmäßig gemacht, droht nur selten eine Ansteckung. Die Produkte können die Lebensdauer der Schuhe aber verkürzen, weswegen manche Anbieter stattdessen auf Einwegsocken aus Polypropylen und Baumwolle zurückgreifen. Diese sollen Keime um bis zu 99 Prozent von der Haut fernhalten.

Sicher ist sicher

Tragen Sie in Leihschuhen stets Socken und fragen Sie bestenfalls nach den Hygienestandards des Schuhverleihs. Geben Sie die Socken nach dem Tragen der Schuhe gleich in die Wäsche und waschen Sie sich anschließend die Füße gründlich mit warmem Wasser und Seife.

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Wie erkenne ich einen Fußpilz?

Viele denken bei beginnendem Fußpilz oft an trockene Haut. Lassen Sie sich davon nicht täuschen! Diese Anzeichen können für einen Pilzbefall sprechen:

  • Juckreiz an den Fußsohlen oder den Zehenzwischenräumen
  • Brennen an genannten Stellen
  • Abschuppung und feine Einrisse in der Haut
  • Bläschen an der Fußhaut
  • Rötungen an den betroffenen Stellen
  • Offene, schmerzende Wunden
  • Verdickung der trockenen Hautstellen (Mokassin-Mykose)
  • unangenehmer Geruch bei fortgeschrittener Infektion
  • Weißliche Haut zwischen den Zehen, die nässt

Suchen Sie bei genannten Symptomen einen Arzt auf, da ein Fußpilz Behandlungsbedarf erfordert. Mit speziellen Cremes oder Tabletten lässt sich der Pilz gut therapieren.

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