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Geschwollene Beine: Mögliche Ursachen

Warum es zu Wasseransammlungen in den Beinen kommt und wie Sie diese wieder loswerden.

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Frau mit Wasser in den Beinen
anyaberkut / iStock

Vor allem Frauen kennen das Problem: Bei Temperaturen über 25 Grad Celsius werden die Beine schwer und müde, teilweise sind die Knöchel angeschwollen. Woher diese Wassereinlagerungen kommen und was Sie im Akutfall unternehmen können, erfahren Sie hier.

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Welche Ursachen haben geschwollene Füße?

Die Gründe für Wasser in Beinen und Füßen sind verschieden:

  • Bewegungsmangel
  • Venenleiden
  • Lipödem
  • Lymphödeme
  • Herz- und Nierenleiden
  • andere Erkrankungen

Viele bemerken das unangenehme Symptom vor allem bei höheren Außentemperaturen und wenn den ganzen Tag viel gestanden und gesessen wurde. Die Schuhe beginnen zu drücken, an den Knöcheln wird die Schwellung besonders sichtbar. Die Beine fühlen sich schwer und müde an. Maßnahmen wie ein kalter Guss mit der Dusche und Hochlagern der Beine lassen die Gliedmaßen meist schnell wieder erschlanken. Der Rückstrom des Blutes aus den Beinen Richtung Herz klappt wieder besser und das "Wasser" weicht aus den Füßen.

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Wann muss ich zum Arzt?

Bei diesen Symptomen und Begleiterscheinungen, die mit geschwollenen Beinen einhergehen können, sollte ein Arztbesuch wahrgenommen werden:

  • Wenn die Schwellungen und Wassereinlagerungen so gut wie jeden Abend auftreten.
  • Falls Besenreiser oder Krampfadern sichtbar sind.
  • Wenn es auch untertags zu Beschwerden kommt.
  • Bei Veränderungen der Haut und Schmerzen.
  • Falls nur ein Bein geschwollen ist und das andere gar keine Beschwerden aufweist.

Hinweis: Bei akuten Schwellungen eines Beins, die sie so nicht kennen, sollten Sie zur Sicherheit zeitnah einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Das gilt besonders, wenn Atemnot, Schmerzen in der Brust, Kreislaufprobleme oder Herzrasen dazukommen. Das kann Hinweis auf eine Venenthrombose/eine Lungenembolie sein.

Schwellungen an einem oder an zwei Beinen?

Diese Gründe können dahinterstecken, wenn eines oder beide Beine von der Schwellung betroffen sind:

Schwellung an beiden Beinen Schwellung an einem Bein (Achtung: auch an beiden Beinen möglich)
Mangel an Bewegung Krampfadern
Hormonschwankungen tiefe Beinvenenthrombose
Diabetes chronische Venenschwäche
Essstörungen Venenentzündungen
Lebererkrankungen schlecht durchblutete Arterien (Ischämie)
Allergien oder Vergiftungen Tumore (selten)
Schilddrüsenunterfunktion
Herz- oder Nierenschwäche
Medikamente, Folgen einer Operation

Die Tabelle listet alle möglichen Ursachen für Beinschwellungen auf. In den meisten Fällen sind Wasseransammlungen – vor allem wenn sie durch einfache Maßnahmen wieder weggehen – aber harmlos und nur ein Zeichen von Überlastung durch Hitze und ungünstige Körperhaltung über längere Zeit.

Bei Zweifeln suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Er wird Sie eventuell an einen Internisten oder einen Venenspezialisten überweisen.

Hausmittel bei geschwollenen Füßen

  • Wechselbäder und -duschen: Füße und Beine abwechselnd in kaltes und warmes Wasser tauchen. Verbessert die Durchblutung und reduziert Schwellungen.
  • Bad mit Bittersalz: Hilft bei der Entspannung und fördert ebenso die Durchblutung. Dazu eine halbe Tasse Bittersalz in eine Wanne mit warmem Wasser geben und die Beine darin 10 bis 15 Minuten baden. Am besten dreimal pro Woche.
  • Massagen: Hervorragend geeignet, um die eingelagerte Flüssigkeit wieder abzutransportieren. Mit einer speziellen Salbe für geschwollene Beine oder einem Pflanzenöl von unten nach oben (zum Herzen hin) massieren.
  • Lebensmittel: Löwenzahntee, Apfelessig, Ingwer und Zitronenwasser beugen geschwollenen Beinen von innen vor und helfen Flüssigkeit aus dem Gewebe zu schleusen.
  • Bewegung: Sie sitzen den ganzen Tag im Büro? Versuchen Sie zwischendurch diese Übungen, um den schweren Beinen den Kampf anzusagen.

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  • Rolf Prischtscheptschuk sagt:

    Moin,

    wir leben im Jahre 2020 und nicht am Anfang des 20stigsten Jahrhundert.
    Die Industrie bietet eine Vielzahl an modischen Kompressionsstrümpfen.
    Ein Beispiel:
    Wer aus einem aufgeblasenen Luftballon die Luft entweichen lässt, der kann eine faltige Struktur erkennen. Würde der Luftballon in der geschlossenen Hand aufgeblasen, könnte er sich nicht ausdehnen und hätte sich nicht geändert. So geht es auch den Venen. Wenn die Schwellungen an den Beinen wahrgenommen werden, ist es schon zu spät. Die Venen ausgesackt und das Lymphgefäßsystem schon überlastet, das ein Großteil der Flüssigkeitsansammlungen (bis zu 20 Liter, und in Einzelfällen auch darüber, in 24 Stunden)kompensieren kann. Also wer im Alltag Kompressionsstrümpfe trägt, der kann es sich auch leisten in der Freizeit keine Kompressionsstrümpfe zu tragen. Andererseits sind Operationen vorprogrammiert.
    Noch eine Anmerkung:
    Sollten Dellen über mehre Minuten sichtbar sein, sollte ein lymphologischer visierter Arzt oder Physiotherapeut konsultiert werden.

    Rolf Prischtscheptschuk
    Dozent lymphologische Therapie