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So stellen Sie Ihre eigene Gesichtscreme her

Mikroplastik, Allergene und Silikone: Kosmetika beinhalten immer mehr schädliche Inhaltsstoffe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre eigene Hautpflege herstellen können.

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Selbstgemachte Hautcremen geben den Konsumenten die Möglichkeit selbst zu bestimmen was sich in ihren Kosmetika befindet.
Anna-Ok / iStock

Wer auf eine absolut natürliche Tagespflege zurückgreifen möchte, kann sich mit ein paar einfachen Zutaten seine eigenen Kosmetika herstellen: Denn hier können Sie sich absolut sicher sein, was sich genau in Ihren Produkten befindet.

Gefährliche Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe unserer Kosmetika sind oft stark reizend oder können zu allergischen Reaktionen führen. Sogar in Naturkosmetik stecken Wirkstoffe, die alles andere als "Back to the Roots" sind. Alle Zutaten von Kosmetika kann man auf der INCI-Liste nachlesen:

  • INCI steht für "Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe" und bezeichnet die Richtlinie für eine korrekte Angabe der Inhaltsstoffe.
  • Die Angabe ist seit 1997 in der Europäischen Union gesetzlich vorgeschrieben.
  • Es schützt Allergiker davor, ein schädliches Produkt zu erwerben.
  • Oft findet man schon an vorderster Stelle Alkohol als Inhaltsstoff. Dieser wird für (Natur-)Kosmetika gerne als Konservierungsmittel eingesetzt, begünstigt aber auch das Austrocknen der Haut.
  • Auch Parabene werden für die Konservierung angewendet. Diese Stoffe können sogar unser Hormonsystem beeinflussen.
  • Weit verbreitet sind auch Rohstoffe aus Mineralöl, welches aus Erdöl gewonnen wird. Es ist nicht nur in billiger Drogeriepflege zu finden, sondern auch in Luxusprodukten.
  • Der Rohstoff ist günstig und gut verträglich. Jedoch gibt es den Verdacht, dass es das Krebsrisiko erhöhen kann.

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Warum sollten Sie Ihre Gesichtscreme selber machen?

Eine selbstgemachte Gesichtscreme hat einige Vorteile für Sie:

  • Die Creme ist speziell auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
  • Sie kontrollieren was genau in Ihrer Creme enthalten ist und von wo die Inhaltsstoffe kommen.
  • Überflüssige Zutaten oder Füllstoffe werden vermieden.

Natürlich gibt es aber auch Nachteile bei der Selbstproduktion:

  • Die Herstellung des Produkts kann meist sehr aufwendig sein.
  • Natürliche Zutaten können ebenfalls Allergien auslösen.
  • Anschaffungskosten für Utensilien können schwer vermieden werden.
  • Die angeschafften Inhaltsstoffe sind in kleineren Mengen meist teurer.

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Das sollten Sie beachten

Wenn Sie sich dafür entscheiden Ihre Gesichtscreme selbst herzustellen, dann sollten Sie daran denken, dass Ihr Produkt eine beschränkte Haltbarkeit hat. So können sich Keime und Pilze einfacher in Ihrem Produkt ansiedeln. Sie können dagegen vorbeugen indem Sie:

  • Nur eine kleine Menge herstellen und die Creme im Kühlschrank aufbewahren.
  • Ihre selbstgemachte Gesichtspflege in einer Tube, anstatt in einem Glasbehälter verstauen. So können Sie die Paste portioniert herausdrücken und verhindern, dass sich Bakterien in der Packung ansiedeln.

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Creme gegen unreine Haut

Falls Sie an unreiner Haut leiden, dann können Ihnen natürliche Öle Abhilfe schaffen. Kokosöl und Teebaumöl haben eine antibakterielle Wirkung und verhindern das Wachstum von Bakterien und Pickeln im Gesicht. Für die Pickel-Creme benötigen Sie also:

  • 30 Gramm Bio-Kokosöl (Natives Öl, nicht raffiniert)
  • Zwei bis drei Tropfen Teebaumöl
  • Herstellung: Setzen Sie ein Wasserbad auf und erhitzen Sie das Kokosöl bis es flüssig ist. Rühren Sie das Teebaumöl dazu. Füllen Sie das Gemisch in einen Behälter und lassen Sie es im Kühlschrank aushärten.
  • Tipp: Sie können die Öle auch in einen leeren Lippenstift abfüllen und als SOS-Anti-Pickel-Stift anwenden. Streichen Sie die betroffenen Stellen dünn an und lassen Sie es über Nacht einwirken.

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Creme gegen trockene Haut

Wer an trockener Haut leidet, braucht an erster Stelle Feuchtigkeit. Honig und ätherische Öle helfen sehr gut das Hautbild zu verbessern. Besonders Honig ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt. Für die Creme brauchen Sie:

  • 100 Milliliter Mandelöl
  • 50 Milliliter Milch (3,8 Prozent Fett)
  • 15 Tropfen Weihrauchöl
  • 10 Tropfen Benzoeöl
  • ein halber Teelöffel Honig
  • Herstellung: Mischen Sie alle Zutaten zusammen und füllen Sie es in einen sterilen Behälter ein. Sie können die Creme sowohl morgens als auch abends benützen.
  • Wichtig: Achten Sie darauf, dass sie auch Ihren Hals und Ihr Dekolleté eincremen, da diese Bereich sehr schnell austrocknen.

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Creme für Mischhaut

Mischhaut hat viele verschiedene Probleme, die auch besondere Behandlung benötigt. Diese Variante können Sie für Misch- und normale Haut verwenden:

  • 125 Milliliter Holunderblütenwasser und Weizenkeimöl
  • 45 Gramm Lanolin anhydrid (aus der Apotheke)
  • 15 Gramm Bienenwachs
  • Herstellung: Schmelzen Sie das Bienenwachs und das Lanolin in einem Wasserbad bei 40 Grad. Fügen Sie das Weizenkernöl hinzu, wenn Sie die Temperatur von 70 Grad erreicht haben. Tropfen Sie Holunderblütenwasser langsam hinein und rühren Sie gut um. Lassen Sie es gut abkühlen und rühren Sie die Creme nochmal um.
  • Wichtig: Bewahren Sie das fertige Produkt an einem kühlen Ort auf. Für den Kühlschrank ist es jedoch nicht geeignet.

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Anti-Aging-Creme

Reife und sensible Haut benötigt besonders viel Pflege. Rosenöl hilft Narben zu reduzieren und die Hautgeneration anzukurbeln. Dazu benötigen Sie:

  • 30 Milliliter Bienenwachs
  • 20 Milliliter Kokosöl
  • 5 Milliliter Vitamin E
  • 5 Tropfen Rosenöl und Geranienöl
  • Herstellung: Kokosöl und Bienenwachs im Wasserbad schmelzen und mit einem Holz-, Glas-, oder Keramikkochlöffel verrühren. Die Mischung vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten untermischen.
  • Tipp: Bewahren Sie die Creme im Kühlschrank auf, um sie länger haltbar zu machen. Wenn Sie eine flüssigere Pflege haben möchten, dann verwenden Sie mehr Kokosöl und weniger Bienenwachs.

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