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Schädliche Duftstoffe: 9 von 53 Gesichtscremes fallen im Öko-Test durch

Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte 53 unterschiedliche Gesichtscremes und fand unerfreuliche Stoffe in den Produkten.

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Öko-Test untersuchte Gesichtscremen
LightFieldStudios / iStock

Die passende Gesichtscreme zu finden, ist nicht immer einfach. Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte 53 verschiedene Gesichtscremes auf ihre Inhaltsstoffe sowie mögliche Verunreinigungen.

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Naturkosmetik als klarer Gewinner

Mehr als die Hälfte der Produkte wurden mit "gut" oder "sehr gut" bewertet. 13 Feuchtigkeitscremes, die mit der Bestnote beurteilt wurden, sind zertifizierte Naturkosmetik. Von insgesamt neun "ungenügenden" und zwei "mangelhaften" Gesichtscremes rät Öko-Test ab. Darunter auch bekannte Marken wie Bebe, Garnier und L'Oréal.

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Mineralöl & problematische Duftstoffe

In der Nivea Essentials Tagespflege 24h Feuchtigkeit + Frische wurden aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) ermittelt. Dafür gab es Punktabzüge, da die MOAH auch Verbindungen beinhalten, die als krebserregend gelten.

Doch wie kommen die MOAH in die Produkte? Grund dafür könnten mit MOAH verunreinigte Paraffine sein. Beim Öko-Test wiesen acht Gesichtscremen einen übermäßigen Paraffin- oder Silikongehalt auf. In Bebe Intensiv Pflege Trockene Haut steckt sogar die umweltgefährdende Silikonverbindung Cyclopentasiloxan.

  • Acht Produkte enthielten problematische Duftstoffe, darunter Hydroxycitronellal und Cinnamylalkohol, die Allergien auslösen können. Unter anderem wurde auch der Duftstoff Lilial ermittelt, der sich in Tierversuchen als fortpflanzungsschädigend herausstellte.
  • Judith Williams zellaktivierende Tagescreme und die Mouson-Creme enthielten künstliche Moschus-Verbindungen, die sich im Körper anreichern können. in der Mouson-Creme wurde zudem Formaldehyd gefunden, welches als krebsverdächtiger und allergiefördernder Stoff bekannt ist.
  • In neun Gesichtscremes waren PEG-Verbindungen vorhanden. Diese können die Haut für Fremdstoffe durchlässiger machen. Sieben Produkte sind außerdem mit Propyl- und/oder Butylparaben konserviert. Sie stehen unter dem Verdacht wie Hormone zu wirken.

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Anti-Aging-Produkte ohne Wirkung?

Auch die Werbeversprechen bezüglich Anti-Aging wurden analysiert. Auf Nachfrage zu wissenschaftlichen Belegen zu den einzelnen Produkten ließen die Unternehmen dem Verbrauchermagazin entweder gar keine Studien oder nur unvollständige Unterlagen zukommen.

  • Keiner der Hersteller der Gesichtscremes mit Anti-Aging-Versprechen konnte ausreichend belegen, dass sein Produkt mehr bringt als eine normale Pflegecreme.
  • Laut Öko-Test sollten sich Verbraucher von Sprüchen wie "mildert Fältchen nachweislich" bis hin zum "sichtbaren Sofort-Lifting-Effekt" und "sofortige Mimik-Glättung" nicht um den Finger wickeln lassen. Leider steckt in den meisten Fällen nichts Wahres dahinter.

Wer also bei beim Kauf auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vermehrt auf Naturkosmetik-Produkte zurückgreifen. Diese verzichten auf kritische Inhaltsstoffe wie Silikone oder Formaldehydabspalter.

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