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Hallux valgus: Wie werde ich ein Überbein wieder los?

Das Überbein ist eine weit verbreitete Fehlstellung des Fußes und kann zu großen Schmerzen führen.

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Hallux valgus am Fuß
Masanyanka / iStock

Schmerzen, Schwellungen und Rötungen am Fuß sind typische Anzeichen für einen sogenannten Hallux valgus. Diese Schiefstellung der großen Zehe ist auch als Überbein oder Frostballen bekannt. Welche Ursachen dahinterstecken und was Sie bei einem Überbein tun können, erfahren Sie im Folgenden.

Vererbt oder sind doch die Schuhe schuld?

Viele Menschen werden mit der Neigung zum Hallux valgus geboren. Ist dies der Fall, besteht eine Schwäche des Bindegewebes, die früher oder später zu einem Spreiz- oder einem Senkfuß führt:

  • Die Bänder weisen eine verringerte Spannung auf.
  • Dadurch flacht der Fuß ab.
  • Das Quergewölbe des Fußes wird stark belastet, woraufhin der Fuß immer breiter wird.
  • Die Bandverbindungen zwischen den Mittelfußknochen werden schwächer, was die Schiefstellung begünstigt.

Liegt das Problem nicht in den Genen, so gilt falsches Schuhwerk oft als Wurzel des Übels. Univ. Doz. Dr. Max Böhler, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, klärt auf: "Zu enge oder zu spitze Schuhe, aber auch zu hohe Absätze verformen den Fuß, erhöhen den Druck auf den Vorfuß und verschlimmern die Ausprägung der Fehlstellung. Das Tragen von geeigneten Schuhen ist daher essenziell für die Fußgesundheit."

Das Risiko für die Fehlstellung steigt unter anderem auch durch Übergewicht, da dadurch viel mehr Druck auf der großen Zehe lastet.

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So erkennen Sie einen Hallux valgus

  • Der Fuß wirkt verformt.
  • Das Gelenk der großen Zehe zeigt nach innen, die Zehe selbst nach außen.
  • Ein sichtbar hervortretendes Köpfchen entsteht.
  • Anfangs ist die Stelle nur ein wenig oder selten gerötet, bei ausbleibender Behandlung kann die Rötung zum Dauerzustand werden.
  • Schreitet das Überbein weiter fort, so können Fehlstellungen der benachbarten Zehen folgen.
  • Der Fuß kann stark schmerzen, sodass ein Abrollen nicht mehr ohne Schmerz möglich ist.

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Operation bleibt oft die einzige Lösung

Ist der Frostballen schon so weit fortgeschritten, kann nur ein operativer Eingriff Linderung schaffen. "Es gibt zahlreiche operative Methoden, um den Hallux valgus zu korrigieren. Die geeignete Art des Eingriffs für den einzelnen Patienten wird am besten mit dem Orthopäden abgeklärt", rät Dr. Böhler.

Ist eine erbliche Veranlagung bekannt, sollten Betroffene ihren Fuß mit diesen Maßnahmen vor der Deformierung schützen:

  • Übungen und Physiotherapie: Einfache Mini-Übungen wie Greifübungen runder und flacher Gegenstände, Fußmassagen mit einem kleinen Ball oder Laufen im Sand beugen der Schiefstellung vor. Stellen Sie sich im Büro z.B. immer wieder auf die Zehenspitzen oder ziehen Sie die Zehen an.
  • Schuhe: Geben Sie bequemem Schuhwerk den Vorzug und lassen Sie hohe und spitze Schuhe öfter im Schuhschrank.
  • Schienen und Einlagen: Macht sich bereits eine Fehlstellung bemerkbar, so halten spezielle Einlagen mit Stütze oder Schienen den Krankheitsverlauf auf. Korrigiert werden kann das Überbein damit allerdings nicht.

In jedem Fall sollten Sie nicht zu lange warten, um etwas gegen den Hallux valgus zu unternehmen. Treten keine Schmerzen auf und ist das Problem nur kosmetischer Natur, muss abgewogen werden, wir dringlich eine Operation wirklich ist.

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