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5 Hautkrankheiten, die mit Pickel verwechselt werden

Wer unter Pickeln leidet, hat oft mit unschönen Rötungen zu kämpfen. Doch was, wenn sich hinter den vermeintlichen Unreinheiten eine Hautkrankheit verbirgt?

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Wer unter Pickel leidet, hat oft mit unschönen Rötungen zu kämpfen. Doch was, wenn sich hinter der vermeintlichen Akne eigentlich eine Hautkrankheit verbirgt?
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Wer seit seiner Jugend an starker Akne und Hautunreinheiten leidet, kämpft oft auch im Erwachsenenalter damit. Wer seine Gesichtshaut angemessen pflegen möchte, muss die richtige Behandlung anwenden. Denn meist handelt es sich bei den vermeintlichen Mitessern und Pickeln um eine ganz andere Hauterkrankung: Hier lesen Sie, welche das sein könnten.

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Mundrose

Haben Sie oft einen schuppigen, roten Ausschlag um den Mund, der juckt oder brennt? Dann könnte eine perioralen Dermatitis (Mundrose) vorliegen. Die Hautkrankheit wird meist durch zu viel Pflege mit Beautyprodukten auf Paraffin- oder Vaseline-Basis ausgelöst. Im Gegensatz zur Akne gibt es bei der Mundrose keine Mitesser. Die Gesichtshaut fühlt sich jedoch sehr trocken an und spannt. Weitere Auslöser können UV-Strahlungen oder Hormonschwankungen sein.

Das können Sie tun: 

  • Um einer periorale Dermatitis vorzubeugen, verwenden Sie nur sparsam Pflegeprodukte auf Ihrem Gesicht.
  • Bei akutem Ausbruch: Verzichten Sie auf Pflegecremes bis der Hautausschlag wieder abgeheilt ist.
  • Tritt die Erkrankung vermehrt auf oder werden die Beschwerden schlimmer, dann sollten Sie unbedingt einen Termin bei Ihrem Dermatologen vereinbaren.

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Milien

Haben Sie kleine weiße Pustel rund um Ihre Augen, die sich nicht ausdrücken lassen? Dann könnten diese "Unreinheiten" auch Gerstenkörner sein! Darunter versteht man Microzysten aus Keratin, die meist genetisch bedingt sind und Milien oder Hautgrieß genannt werden. Oft werden diese Pustel auch durch unzureichende Hautreinigung, Sonnenschäden oder Pflegeprodukte hervorgerufen, die die Poren verstopfen.

Mehr dazu: Milien wieder loswerden

So werden Sie Hautgrieß wieder los: 

  • Abwarten! Manchmal bilden sich die weißen Pickelchen von ganz alleine wieder zurück.
  • Benützen Sie regelmäßige Hautpeelings, um ihre Poren vor Fett- und Schmutzeinlagerungen zu bewahren.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Entfernung des Hautgrieß oder besuchen Sie ein Kosmetikstudio. Seriöse und gut ausgebildete Arbeitskräfte können die Milien ohne bleibende Narben schonend entfernen.

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Talgdrüsenhyperplasie

Unter einer Talgdrüsenhyperplasie versteht man eine gutartige Wucherung der Talgdrüsen. Sie tritt vor allem bei Frauen mit fettiger oder Mischhaut ab dem 40. Lebensjahr auf. Die Erkrankung äußert sich durch gelb-bräunliche Papeln, die eine Delle in der Mitte aufweisen. Es sind mehrere Hautveränderungen, die sich durch kleine, hartnäckige Knötchen am Gesichtsrand festsetzen. Auslöser können unter anderem Hautschädigungen (durch UV-Strahlen), eine Überproduktion von Talg oder Autoimmunkrankheiten sein.

Das kann helfen: 

  • Verwenden Sie chemische Gesichtspeelings mit Trichlorethansäure oder Salicylsäure. Die Produkte können dabei helfen, das Hautbild zu verbessern.
  • Nach Absprache mit Ihrem Dermatologen kann eine Behandlungsmethode mit Vitaminen oder mit Azelainsäure durchgeführt werden.
  • In sehr schlimmen Fällen können die Knötchen auch operativ entfernt werden.

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Rosacea

Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung tritt hauptsächlich im Gesicht auf. Sie äußert sich durch Rötungen, Entzündungen oder Knötchen auf der Haut und tritt besonders häufig bei Erwachsenen ab dem 40. Lebensjahr auf. Die Gesichtsrose tritt schubweise auf und kann durch Alkohol, scharfe Speisen, Stress oder Hitze ausgelöst werden. Die Erkrankung kann durch eine medikamentöse oder äußere Behandlung (mit Cremes) gemildert werden.

Das können Sie zusätzlich tun: 

  • Verzichten Sie in Zukunft auf mögliche Auslöser der Erkrankung und achten Sie auf eine gesunde Ernährung.
  • Reinigen Sie Ihr Gesicht nur mit lauwarmem Wasser und pH-neutralen Waschlotionen. Verzichten Sie auf Peelings und alkoholhaltige Gesichtswasser.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt mögliche Folgebeschwerden und eine angemessene Behandlungsmethode.

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Follikulitis

Unter einer Follikulitis versteht man eine Entzündung des oberen Anteils des Haarbalgs. Diese Entzündungen treten oft an behaarten Körperstellen auf und werden durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst. Waxing, grobe Make-up-Pinsel oder übermäßiges Zupfen mit Pinzetten können zu den Hautrötungen führen, die sich durch pickelartige Erhebungen auszeichnen.

Manchmal kann sich die Entzündung auf den gesamten Haarbalg ausdehnen, dies kann zu Furunkeln oder Abszessen führen. Die Entzündungen heilen innerhalb von sieben Tagen von alleine ab.

So können Sie vorbeugen: 

  • Um weitere Entzündungen zu vermeiden, sollten Sie unbedingt bei der Rasur oder Haarentfernung auf saubere Utensilien und eine sanfte Rasurtechnik achten.
  • Drücken, kratzen oder reiben Sie nicht an den Pusteln und verwenden Sie keine reizenden Kosmetikmittel auf den entzündeten Stellen.
  • Falls sich die Rötungen nicht von selbst zurückbilden und weitere Beschwerden auftreten, dann sollten Sie weitere Behandlungsmethoden mit Ihrem Arzt besprechen.

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