Beauty

Öko-Test: Fast jeder 3. Conditioner mit Schadstoffen belastet

Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" untersuchte 30 Conditioner auf ihre Inhaltsstoffe. Knapp die Hälfte wurde mit "sehr gut" benotet, jedes dritte Produkt wies jedoch Allergene & Co auf.

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Öko-Test untersuchte Conditioner
globalmoments / iStock

Wer Conditioner verwendet, erhofft sich glattes und seidiges Haar. Doch was genau steckt in den Beauty-Produkten? Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte 30 Haarspülungen auf ihre Inhaltsstoffe. Das Ergebnis: Fast jedes dritte Produkt ist mit bedenklichen Duftstoffen und Silikonen belastet!

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Fast die Hälfte mit "sehr gut" bewertet

Unter den getesteten Produkten befanden sich auch acht zertifizierte Naturkosmetikprodukte, Eigenmarken von Drogerien, Supermärkten und Discountern sowie "Qualitätsmarken". Fast die Hälfte aller Test-Produkte (13 Stück) erhielten die Note "sehr gut". Vor allem Conditioner von Naturkosmetik– oder konventionellen Marken waren unter den Testsiegern. Sechs Spülungen, unter anderem von namhaften Herstellern, fielen mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch.

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Einsatz von Allergenen als "unnötiges Risiko"

Sechs weitere Produkte wiesen den Duftstoff Lilial auf. Dieser wird als "Butylphenyl Methylpropional" auf der Liste der Inhaltsstoffe bezeichnet und erwies sich in Tierversuchen als fortpflanzungsschädigend. Öko-Test kritisiert den Einsatz von Lilial, da man die Kosmetikprodukte auch ohne diesen Zusatz herstellen kann. Auch künstliche Moschusdüfte fielen in fünf Spülungen auf. Diese können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und sogar die Leber schädigen.

  • Der Inhaltsstoff (Hydroxycitronellal) und halogenorganische Verbindungen, wie Chlormethylisothiazolinon (CIT), die als Konservierungsmittel eingesetzt werden, sollen als starke Allergene bekannt sein. CIT darf bei Hautpflege nicht mehr eingesetzt werden, bei auswaschbarer Kosmetik nur in geringen Mengen.
  • Obwohl die Konzentration in den Produkten nicht überschritten wurde, sieht Öko-Test den Einsatz des Stoffes als "unnötiges Risiko" an. Drei Hersteller im Test verwendeten CIT als Konservierer.
  • In der Naturkosmetik werden Produkte mit Alkoholen, organischen Säuren oder ätherischen Ölen angereichert. Hier funktioniert die Haarpflege auch ganz ohne Chemie.

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Warum Silikone weiterhin problematisch sind

Insgesamt 16 Conditioner beinhalteten Silikone oder andere synthetische Polymere. Obwohl die Hersteller durch den Einsatz von Silikonen mehr Haarglanz versprechen, bleiben die Experten des Verbrauchermagazins kritisch. Zumal Silikone biologisch schwer abbaubar sind und die Umwelt belasten. Naturkosmetikhersteller zeigen, dass Silikone nicht nötig sind. Sie zaubern mit natürlichen Ölen sowie Milch-, Seiden- oder Weizenproteinen als Glattmacher einen schönen Glanz ins Haar.

Zwar sorgen die Silikone dafür, dass unser Haar gut kämmbar wird und seidig glänzt, doch sie tragen durch Substanzen wie Dimethicon, Amodimethicon oder Dimethiconol dazu bei, dass unsere Haare nur "optisch" gesund aussehen. Brüchige Haare und Spliss können sie nicht reparieren. Da sich die Silikone auch nur schwer auswaschen lassen, beschweren sie mit der Zeit die Haare und können das Ergebnis beim Färben oder Tönen beeinflussen. Zudem lagern sich die Silikone auf unserer Kopfhaut ab und verstärken die Schuppenbildung.

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Das empfiehlt Öko-Test

  • Verwende Conditioner nicht nach jeder Haarwäsche! Sonst sammeln sich die Pflegesubstanzen auf der Haarstruktur an und bilden einen dichten Film, der das Haar beschwert und schlaff herunterhängen lässt.
  • Tipp: Öfter zu einer "sauren Rinse" greifen! Zwei Esslöffel Apfelessig auf einen Liter Zitronenwasser mischen und über die Haare kippen.

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